Abizeitung Inhalte

Was sind typische Inhalte von Abizeitungen?

Die Abiturzeitung hat wenig mit der klassischen Definition einer Zeitung zu tun. Vielmehr handelt es sich um ein Heft bzw. Buch mit Andenken an die Schüler, die Schulzeit und denkwürdige Ereignisse.

Folgende typische Inhalte können eure Abizeitung füllen:

  • Vorwort des Jahrgangssprechers bzw. der Schulleitung
  • Persönliche Seite für jeden Abiturienten (von Freunden charakterisiert, oft mit Portrait-Fotos und einheitlich strukturiertem Steckbrief
  • Rückblickende Worte auf die Schulzeit
  • Berichte über Personen und Kurse
  • Rankings („Zuspätkommer“, „Streber“, „Coolster Schüler“, „Bester Look“ etc.)
  • Berichte von Klassenfahrten, Stufenfahrten, Exkursionen, Sprachreisen, Sportwochen
  • Beschreibung von Projekten, z. B. durchgeführten Schülerprojekten
  • Fotos aus der Schulzeit, Fotocollagen (Porträt-, Gruppen- Exkursion-, Lehrerfotos)
  • Partybilder, wie z.B. Party-Schnappschüsse aus drei Jahren Oberstufengeschichte
  • Charakterisierungen der Lehrer
  • Grußworte von lokalen und/oder überregional bekannten Prominenten
  • Auszüge aus alten Klassenbüchern
  • Liste der ehemaligen Stufenangehörigen (Abgänger, Zugänger, Wiederholer, etc.)
  • Danksagungen
  • Werbeanzeigen (von ortsnahen Unternehmen)
  • Text des Abilieds (wenn vorhanden)
  • Kreative Beiträge (Comics, Gedichte, Zeichnungen, Kurzgeschichten, Klausuren, Bilder)
  • Witzige Sprüche und Zitate aus dem Unterricht
  • Kleine über Große (5.Klassen befragen)
  • Rätsel, Verlosungen, Spiele und Gewinnspiele
  • Tests (z.B. nicht ernst gemeinte „Psychotests“)
  • Statistiken (z.B. Top 10 Listen), Analysen und Ausblicke
  • Kritische Artikel, Verbesserungsvorschläge
  • Jahrgangsumfragen
  • Unterschriftenseite
  • Berichte der Redaktion
  • Beilagen (z.B. DVD mit Videos aus der Schulzeit)

Das Vorwort, die persönliche Seite jedes Abiturienten und die rückblickenden Worte auf die Schulzeit nehmen meist bereits einen Großteil des Umfangs der Abizeitung ein. Das sind auch die Standardinhalte, die in keiner Abizeitung fehlen dürfen.

Ansonsten sind euch bei der inhaltlichen Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Die Abizeitungen bzw. Abibücher unterscheiden sich inhaltlich und stilistisch zum Teil sehr stark voneinander. Einheitliche Inhalte und ein einheitlicher Stil lassen sich daher schlecht feststellen.

Jeder Abiturjahrgang setzt inhaltlich andere Maßstäbe, verfügt über Personen mit unterschiedlicher Schreibfähigkeit und andere grafische Möglichkeiten. Die Abizeitung ist daher nicht selten ein Abbild der Fähigkeiten von Einzelpersonen aus dem Abiturjahrgang. Dies solltet ihr bei der Bildung der Arbeitsgruppen berücksichtigen.

Am wichtigsten ist: Seid individuell! Jede Stufe ist einzigartig und verfügt über ihre eigenen Geschichten, Anekdoten, Running-Gags etc. Das ist der Stoff, mit dem ihr arbeitet müsst!

Jeder Stufe fallen daher andere Dinge ein, die sie gut verwerten und in die Abizeitung einbringen kann. Das ist aber auch nicht schlimm, sondern gewollt – Schließlich soll eure Abizeitung einzigartig werden. Sorgt dafür, dass die Abizeitung den Charakter eurer Stufe widerspiegelt und nicht nur ein einfacher Abklatsch früherer Jahrgänge wird!

Versetzt euch dabei auch in die Lage der Käufer oder denkt 10, 20, 30 Jahr in die Zukunft: Was könnte eure Leser interessieren? bzw. Was möchtet ihr in späteren Jahren gerne in der Abizeitung vorfinden, um mit euren Lieben in Erinnerungen zu schwelgen?

Dr. Abi Tipp: Denkt bei den Inhalten an das Copyright wenn ihr Texte, Bilder oder ähnliches, die nicht von euch verfasst sind bzw. an denen ihr keine Rechte habt, verwendet! Kennzeichnet zitierte Textpassagen entsprechend (inkl. Quellenangabe) und fragt vor der Verwendung fremder Bilder beim Rechteinhaber nach!

Was soll rein?

Nach dem Brainstorming und der der Ideensammlung für mögliche Inhalte, gilt es nun, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ideen gibt es viele und grundsätzlich darf alles, was ihr für wichtig, lustig, spannend oder unterhaltsam haltet, seinen Platz in der Abizeitung finden. Als Faustregel gilt: Alles was gefällt und nicht unter die Gürtellinie geht ist erlaubt!

Das Abizeitungs-Komitee hat die Aufgabe zu überlegen, welche Inhalte unbedingt in die Abizeitung sollen, welche zweitrangig und welche Ideen unbrauchbar sind. Auch wenn viele Idee auf Zuspruch stoßen: Bleibt realistisch und behaltet die Kosten im Auge!

Je mehr Seiten die Abizeitung hat, umso teurer wird sie. Auch steigt mit dem Umfang der Arbeitsaufwand. Verliert die Basis der Abizeitung nicht aus den Augen und konzentriert auch auf die Punkte, die wirklich wichtig sind und euch am Herzen liegen. In dem Fall liegt in der Kürze die Würze. Besser eine kleine, aber feine Abizeitung, als ein dickes Buch, das inhaltlich schlecht umgesetzt wurde.

Wie teilen wir die Inhalte ein?

Nachdem das erste grobe Konzept für eure Abizeitung steht, geht es nun daran, die Inhalte in Rubriken einzuteilen und die Seitenaufteilung zu besprechen.

Je nach Anzahl der Schüler in eurem Jahrgang werden z.B. mehr oder weniger Seiten für die Steckbriefe benötigt. Verständigt euch darüber, welche Kurs- und Personenberichte in die Abizeitung kommen sollen und wie viel Platz ihr für die sonstigen Inhalte und Werbeanzeigen einplant.

Am Anfang müsst ihr die ungefähre Seitenanzahl eurer Abizeitung grob schätzen. Je mehr Inhalte nach und nach bei euch eintrudeln, umso exakter lässt sich der Umfang später bestimmen.

Der geschätzte Seitenumfang liefert euch einen ersten Richtwert für die Druckkosten. Aus produktionstechnischen Gründen muss die Seitenzahl meistens durch vier teilbar sein.

Was müssen wir bei den einzelnen Rubriken beachten?

Eure Abizeitung ist ein Puzzle, das sich durch die Mitarbeit vieler Einzelner zu einem Gesamtkunstwerk zusammensetzt. Die gewählten Inhalte bzw. Kategorie oder Rubriken sind eure Puzzlezeile. Wie groß euer Puzzle letztendlich wird, bestimmt ihr selbst.

Dennoch solltet ihr bei den einzelnen Rubriken folgende Erläuterungen, Hinweise und Tipps beachten:

Das Drumherum: Cover, Rückseite & Buchrücken

Der Umschlag, bestehend aus Cover, Rückseite und Buchrücken ist das Aushängeschild eurer Abizeitung. Es ist das, was als erstes ins Auge fällt, potentielle Schüler, Lehrer und Sponsoren später neugierig macht und zum Kauf animiert.

Mit dem Umschlag zeigt ihr, wer ihr seid. Idealerweise macht ihr eure Abizeitung damit zu etwas ganz Besonderem. Vergesst 08-15 und kreiert ein ausgefallenes, optisch ansprechendes Cover, das euch auch noch Jahre später an die Schulzeit erinnert. Der Umschlag sollte nicht nur die Hülle einer schöne Erinnerung, sondern letztendlich auch ein Kaufargument sein.

Das Cover

Ein passendes, kreatives und einzigartiges Cover zu finden gestaltet sich zumal schwierig und gelingt oft nicht auf Anhieb. Eine erste Richtung für Design und Text des Umschlages erhaltet ihr durch euer Abimotto. Je nach Motto können Farbe, Schrift und Design des Covers bereits vorgegeben sein (z.B. bei Anlehnung an bekannte Marken oder Produkte).

Der rote Faden des Abimottos sollte sich auch beim Cover wiederspiegeln. Ihr müsst euch mit dem Deckblatt identifizieren können und es zum Symbol für euren Jahrgang machen. Auf jeden Fall sollte die äußere Hülle eurer Abizeitung beim Leser Interesse wecken und daher optisch etwas hermachen.

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Folgende grundlegende Infos sollte jedoch nicht fehlen:

  • Der Name eurer Schule
  • Euer Abimotto
  • Das Abschlussjahr
  • Der Preis eurer Abizeitung (kleingedruckt, sofern er schon feststeht)

Um kreative Ideen zu erhalten, kann das Layout-Team zunächst eigene Entwürfe machen und/oder Konzepte grafisch begabter Schüler einsammeln. Bittet euren Jahrgang doch einfach, sich am Cover-Design zu beteiligen und ihre Entwürfe bis zum Stichtag X bei euch einzureichen.

Die Künstler und Grafiker eures Jahrgangs sind meist im Umgang mit Grafikprogrammen geübt und beteiligen sich gerne am „Cover-Crowdsourcing“. Außerdem stellt ein durch Crowdsourcing erkorenes Covers einen engeren Bezug zur Stufe her, da es direkt aus der „Basis“ bzw. Schülergemeinschaft stammt.

Je mehr Auswahlmöglichkeiten ihr habt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeiten ein Cover zu finden, dass dem Großteil des Jahrgangs gefällt. Welcher Entwurf das Cover letztendlich zieren soll, kann dann entweder vom Layout-Team selbst oder per Abstimmung durch die Stufe entschieden werden. Letzteres erspart euch oftmals lästige Diskussionen, falls das Cover bei der breiten Masse doch auf Ablehnung stoßen sollte.

Da jeder Schüler viel Arbeit in die Erstellung des Covers investiert hat, solltet ihr die anderen Vorschläge trotzdem gebührend ehren. Druckt sie in der Abizeitung z.B. neben dem Editorial ab oder stellt sie auf eurer Abi-Website online.

Sollte sich nur eine Person finden, berufen fühlen oder zur Verfügung stehen, die über die nötigen Fähigkeiten und Kapazitäten zur Cover-Erstellung verfügt, kann das Layout-Team natürlich ein Auftrags-Cover vergeben. Doch selbst dann solltet ihr den fertigen Entwurf diskutieren und ggf. weitere Meinungen einholen. Die Redaktion muss frei arbeiten können und darf sich nicht zur Annahme des Auftrags-Covers gezwungen fühlen.

Wenn der Vorschlag nicht gefällt, können die beanstandeten Details mit dem jeweiligen Grafiker besprochen und neue Entwürfe angefordert werden. Alternativ können/sollten sich auch andere grafisch begabte Schüler an der Cover-Konzeption beteiligen.

Das Cover ist nur ein Teil des Umschlags für eure Abizeitung. Derselbe Platz steht euch nochmal auf der Rückseite zur Verfügung. Diese ist nicht zu vernachlässigen. Auf keinen Fall solltet ihr die Rückseite einfarbig und unbedruckt lassen.

Nutzt den Platz z.B. für ein kreatives Stufenfoto, in dem alle Schüler den Schriftzug ABI + euren Jahrgang bilden. Sollte das Geld in der Abikasse knapp werden, könnt ihr die großflächige Rückseite auch teuer als Werbefläche vermarkten. Schön wäre es, wenn sich die Werbung einigermaßen ins Farbkonzept eingliedert oder einen Bezug zu eurem Abi-Jahrgang herstellt.

Als dritter Teil des Umschlags verbleibt der Buchrücken, den es nicht zu vergessen gilt. Gebt hier den Titel eurer Zeitung bzw. das Abimotto und euer Abschlussjahr an.

Farbe, Text und Design sind nur eine Möglichkeit, eure Abizeitung zu etwas Besonderem zu machen. Die Wahl des Materials bietet euch mindestens ebenso viele Getaltungsmöglichkeiten. Das Softcover ist und bleibt Standard bei Abizeitungen, allerdings wird das edlere Hardcover zunehmend beliebter.

Zusätzlich könnt ihr euer Abimotto bzw. Abilogo auf dem Umschlag z.B. mit Gold- oder Silberfolie prägen, die Abizeitung vollständig in Farbe drucken und hochwertiges Bilderdruckpapier verwenden. Unterschiedliche Papiersorten, Sonderfarben oder ausklappbare Umschläge/ Innenseiten sind weitere Möglichkeiten, die Abizeitung aufzuwerten.

Das ist natürlich alles eine Kostenfrage. Ganz egal, für welche Möglichkeiten ihr euch entscheidet – In erster Linie muss der Inhalt stimmen. Solltet ihr es schaffen, durch Sponsoren und Werbekunden ein dickes Plus in eure Abikasse zu zaubern, spricht nichts dagegen, eure Abizeitung darüber hinaus aufzupimpen.

Vorwort

Das Vorwort, auch Editorial genannt, ist die Begrüßung eurer Leserschaft. Es wird von der gesamten Redaktion (Chefredakteur und Abizeitungs-Komitee) im Namen aller mitwirkenden Schüler verfasst. Das Gruß- und Begleitwort für eure Abizeitung wird üblicherweise ganz vorne auf den ersten Seiten (noch vor dem Inhaltsverzeichnis) abgedruckt.

Was kommt ins Vorwort der Abizeitung? Keinesfalls Gejammere, wo absatzweise über die schwere Produktion der Abizeitung geklagt wird, wie viel Fast Food die Redaktion gegessen hat, wie viele Schüler sich nicht an die Abgabefristen gehalten haben, dass die Redaktion gar nicht weiß, was man an dieser Stelle eigentlich schreiben soll oder ähnliche Grausamkeiten.

Vergesst niemals: Die Abizeitung ist für eure Leser da. Es interessiert niemanden, welche Probleme bei der Produktion eurer Zeitung hattet oder wer wie viele Kannen Kaffee getrunken hat. Das Vorwort ist die erste und eine der wichtigsten Kommunikationsmöglichkeiten mit euren Lesern. Also stellt den Leser in den Mittelpunkt und heißt ihn zunächst herzlich willkommen.

Der größte Stress liegt hinter euch, also lasst Schuldzuweisung an faule Schüler und Gejammere aus. Wer das Editorial liest, sollte schließlich Lust haben, weiterzulesen. Euer Vorwort muss den Leser betreffen, in berühren und neugierig machen.

Stimmt im Vorwort daher eher versöhnliche Töne an und schafft einen nostalgischen Rückblick auf eure Schulzeit und das letzte Abiturjahr. Da das Editorial am Ende der Produktion der Schülzerzeitung geschrieben wird, findet sich womöglich ein aktuelles, brandheißes Thema, welches die Redaktion aufgreifen kann. Ein Vorwort muss nicht langweilig sein, sondern kann – alternativ zu einem Einzelartikel – auch Inhalte liefern.

Wenn aktuell einfach nichts Erwähnenswertes passiert, könnt ihr im Editorial auch die wichtigsten Rubriken und Themen eurer Abizeitung vorstellen, praktisch als wertende Inhaltsangabe. Oder ihr erläutert euer Abimotto, wie ihr euch dafür entschieden habt und weshalb gerade dieser Leitspruch besonders gut zu eurem Abi-Jahrgang passt.

Grußworte

Neben dem Vorwort der Redaktion finden im auch weitere Grußworter im Editorial Platz. So ist es bei vielen Abizeitungen üblich, dass auch der Jahrgangssprecher oder die Schulleitung einen Text zum Vorwort schreiben. Sie können die Abiturzeit bzw. das letzte Schuljahr aus ihrer Sicht schildern, besondere Ereignisse würdigen und der gesamten Abiturstufe alles Gute für die Zukunft wünschen.

Inhaltsverzeichnis

Ein Inhaltsverzeichnis liefert dem Leser auf einen Blick eine Übersicht sämtlicher Abizeitungs-Inhalte. Je umfangreicher eure Abizeitung ist, umso empfehlenswerter ist es, ein Inhaltsverzeichnis einzufügen. Dieses wird i.d.R. nach dem Vorwort abgedruckt.

Das Inhaltsverzeichnis ist jedoch kein Muss. Solltet ihr euch dennoch dafür entscheiden, dürfen natürlich die entsprechenden Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis, sowie die Nummerierung der Seiten in der Zeitung nicht fehlen.

Impressum

Keine Zeitung ohne Impressum.

Im Impressum werden alle Mitwirkenden an der Abizeitung erwähnt, die viel Zeit, Herzblut und Nerven investiert haben. Nennt Chefredakteur, Redaktion, Mitwirkende in den Arbeitsgruppen etc. mit Namen und Aufgabenbeschreibung.

Setzt euch am besten in einer gemeinsamen Sitzung zusammen und listet alle Mitwirkenden auf. Es wäre schade, wenn ihr zu spät merkt, dass jemand vergessen wurde…

Danksagung der Redaktion

„Danke“ hört jeder gerne. Ob innerhalb des Vorworts oder als eigene Rubrik – Vergesst nicht, euch als Redaktion bei allen Personen zu bedanken, ohne die eure Abizeitung immer noch ohne Leben wäre.

Texter, Grafiker, Organisatoren und Abizeitungs-Mitarbeiter haben nach all der Mühe ein dickes Dankeschön verdient. Vergesst auch nicht die anderen Mitschüler, die Abizeitungs-Seiten oder einzelne Inhalte beigesteuert haben. Zusätzlich könnt ihr euch bei allen Lehrern, der Schulleitung, dem Hausmeister, Sponsoren und anderen Personen bedanken, die ebenfalls zum Erfolg der Abizeitung beigetragen haben.

Vermeidet es bei der Danksagung, rein sachlich zu sein, sondern verleiht euren Worten einen persönlichen und emotionalen Charakter. Bedankt euch im Rahmen des gesamten Jahrgangs und hebt insbesondere Menschen hervor, die euch bei schwierigen Problemen eine Hilfe waren.

Geht bei der Formulierung der Danksagung sorgfältig vor, damit niemand vergessen oder übergangen wird. Als kleines Extra könnt ihr zusätzlich zum Text ein Foto aller Mitwirkenden einfügen, die z.B. ein großes „Dankeschön“ in den Händen halten.

Personenberichte/ Steckbriefe

Die Steckbriefe sind das Herzstück eurer Abizeitung und machen den Großteil des Seitenumfangs aus. Auf einer persönlichen Abibuchseite wird jeder abgehende Schüler des Abiturjahrgang kurz persönlich vorgestellt.

Der Umfang pro Steckbrief hat unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Seitenzahl der Abizeitung und damit auch auf die Druckkosten. Gerechtigkeitshalber sollte jedem Schüler dieselbe Anzahl an Seiten zur Verfügung stehen.

Die konkrete Gestaltung und der Umfang der Steckbriefe bleibt natürlich euch überlassen. Die Möglichkeiten reichen von der einfachen Nennung der Namen, über zusätzliche persönliche Infos zum Schüler, bis hin zum seitenfüllenden Steckbrief inklusive Foto, Charakterisierung, Zitaten, Steckbrieffragen, Zukunftsvisionen und Selbstportraits.

In der Regel wird pro Schüler eine Seite angesetzt. Zwei oder mehr Seiten zu spendieren ist zwar großzügig, kann aber schnell zur Kostenfalle werden, da der Umfang der Abizeitung dadurch erheblich wächst.

Die Steckbrief-Seite kann sich aus mehreren Teilen zusammensetzten. Meist beinhaltet sie neben Standardinformationen und einem kurzen Steckbrief auch eine ausführlicheren Charakterisierung der Person, Grüße und Danksagungen, sowie Kommentare.

Pflichtangaben

Zunächst sollte man bei einer Steckbriefseite wissen, mit wem man es zu tun hat. Angaben zu Vor- und Zuname sind daher ein absolutes Muss! Eventuell könnt ihr auch den Spitzname ergänzen.

Weitere wichtige Angaben auf einer Steckbriefseite sind: Geburtstag, Leistungskurse, Lieblingsfach, Lieblingslehrer, Berufswunsch etc.

Steckbrief

Im Steckbrief hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich in Form spezieller Fragen zu präsentieren. Die Fragen sind keine Pflichtangaben, sondern können freiwillig beantwortet werden können. Am besten erstellt ihr gleich mehrere Steckbrieffragen, von denen beispielsweise mindestens 5 von 10 beantwortet werden sollen.

Beispiele für Steckbrieffragen:

  • Man nennt mich auch …
  • Mein Lebensmotto ist …
  • Ich bin bekannt für/durch …
  • Ich könnte niemals ohne …
  • Mein größtes Laster ist …
  • Am liebsten frühstücke ich…
  • Am liebsten höre ich …
  • An mir gefällt mir besonders …
  • An mir gefällt mir überhaupt nicht …
  • Für 1.000 Euro würde ich …
  • Wäre ich ein Tier, wäre ich …
  • Meine letzte CD war …
  • Ohne diese Wörter/Phrasen komme ich nicht aus …
  • Meine besonderen Fähigkeiten und Talenten sind …
  • Mein Lieblingslied ist …
  • Früher dachte ich …
  • Mein größter Unterstützer ist …
  • Ich hätte gerne ein romantisches Date mit …
  • Ich verlasse das Haus nie ohne …
  • Meine schlimmste Angewohnheit ist …
  • Nach dem Abi werde ich erstmal …
  • In 10 Jahren sehe ich mich …
  • Mein persönliches Highlight der Schulzeit war …
  • Am wenigsten an der Schulzeit vermissen werde ich …
  • Für die Zukunft wünsche ich mir …
  • Überhaupt nicht ausstehen kann ich …
  • Wenn ich im Lotto gewinne, würde ich …
  • Wollte ich immer machen, habe ich mich aber noch nicht getraut …
  • Mein Rat an die jüngeren Schüler lautet …
  • Was ich euch schon immer sagen wollte …
  • Beim anderen Geschlecht achte ich auf …

Zusätzlich zu den offenen Fragen könnt ihr im Steckbrief auch Entweder / Oder-Fragen stellen.

Beispiele:

  • Frühaufsteher oder Langschläfer
  • Internet oder Zeitung
  • Introvertiert oder extrovertiert
  • Einfach gestrickt oder kompliziert
  • Halbleer oder halbvoll
  • Wasser oder Cola
  • Ketchup oder Mayonnaise
  • Comedy oder Horror
  • Hund oder Katze
  • Geld oder Liebe
  • Popcorn oder Nachos
  • Chips oder Schokolade
  • Burger Kind oder McDonalds?
  • Buch oder Fernseher
  • Glücklich oder unglücklich?
  • Ein Kopfkissen oder zwei?
  • Berge oder Meer
  • Tee oder Kaffee?
  • Sonne oder Schnee
  • Beziehung oder One-Night-Stand?
  • Tanzen oder Chillen
  • Fahrrad oder Auto
  • Gemüse oder Fleisch

Alternativ zu Entweder-/Oder-Fragen könnt ihr auch Ja-/Nein-Fragen verwenden.

Tipps zur Erstellung der Steckbrieffragen:

Zur Verständigung auf eine gute Auswahl an Steckbrieffragen hilft ein Brainstorming. Setzt euch mit eurem Redaktionsteam zusammen und stellt ein Grundkonzept für die persönliche Abizeitungsseite auf.

Soll der Steckbrief klassisch aufgebaut sein, sich am Thema des Abimottos orientieren oder ausgefallene Fragen beinhalten? Wenn ihr perfektionistisch an die Sache herangeht, passt ihr die Steckbrieffragen thematisch an euer Abimotto an.

Beim Abimotto „kABIribik – Endlich ist der Fluch vorbei“ machen sich Fragen, wie „3 Dinge, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde … “ sehr gut. Habt ihr das Motto „ABIsutra – Auf Stellungssuche“, könntet ihr fragen „Nach welcher (An)Stellung würdest du niemals suchen?“. Je besser Abimotto und Steckbriefe zueinander passen, umso spezieller und einzigartiger werden die Personenberichte.

Einigt euch sofern es passt auf ein Fragen-Thema und erarbeitet beim Brainstorming in kreativer Runde einen Pool aus möglichen Fragen. Womöglich lassen sich einige klassische Steckbrieffragen auch auf das Thema anpassen. Zum Beispiel lässt sich „Mein größter Unterstützer ist …“ beim Karibik-Motto in “ in „Mein Rettungsring ist …“ umschreiben. Oder ihr überlegt euch eigene, zum Thema passende Fragen – Individualität ist Trumpf!

Achtet bei den offenen Steckbrieffragen darauf, dass sie kreativ beantwortet werden können. Kreativ heißt nicht automatisch philosophisch. Viele Mitschüler sind von philosophischen Fragen überfordert und wissen gar nicht, was sie darauf antworten sollen. Stellt daher klare und verständliche Fragen, bei denen in aller Regel jedem abrupt eine Antwort einfällt. Bei Ja/Nein-Fragen oder Entweder/Oder-Fragen ist dies leichter, als bei offenen Fragen.

Kreativ heißt auch nicht automatisch lang. Überlegt je nachdem, wie viel Platz für einen Steckbrief vorgesehen ist, wie viel Platz ihr für die Antworten gewähren wollt. Steht nur wenig Platz zur Verfügung, solltet ihr Fragen vermeiden, die zu ausschweifenden Antworten einladen.

Grundsätzlich sollte jede Frage auch in nur einem Satz beantwortbar sein. Die meisten Schüler haben ohnehin keine Lust, sich stundenlang mit dem Steckbrief auseinanderzusetzen und antworten mit wenigen Worten.

Doch auch bei Fragen, die nur kurze Antworten brauchen, neigen einige Schüler dazu, Romane zu schreiben. Zu kurze bzw. zu lange Antworten können beim späteren Layouten zum Problem werden. Das Anpassen der Schriftgröße macht optisch nicht den besten Eindruck, zumal auch diese Variante schnell an ihre Grenzen stößt. Viel schöner sieht es aus, wenn die Steckbriefe einigermaßen einheitlich „befüllt“ werden.

Damit es nicht zu Platzproblemen oder unansehnlichen Lücken kommt, solltet ihr vorher festlegen, wie viel Text den Mitschülern zur Beantwortung einer Frage zu Verfügung gestellt werden soll. Das hängt natürlich auch von der Anzahl der Fragen ab. Stellt als groben Richtwert mindestens 3, aber höchsten 20 Fragen. Die goldene Mitte mit etwa 10 Fragen hat sich bislang am besten bewährt.

Tipp: Probe-Layout

Erstellt für den Steckbrief ein Probe-Layout, sobald die Fragen feststehen. Das hilft euch einzuschätzen, wie viel Platz für die Antworten zur Verfügung steht. Plant dabei auch ausreichend Platz für die Fotos und evtl. Grüße der Mitschüler ein. Alternativ könnt ihr die Grüße auch auf eine separate Seite auslagern. Das spart Platz, den ihr bei den Steckbriefseiten immer gut gebrauchen könnt!

Ein erstes Probe-Layout lässt sich schnell und einfach mit Stift und Papier erstellen und anschließend am PC fertigstellen. Es muss nicht schön aussehen, sondern eine realistische Einschätzung von Inhalt und Platz bieten. Plant dabei bereits die Größe des Steckbriefs und die Pflichtangaben ein. Anschließend seht ihr, wie viele Fragen bei der von euch gewählten Schritftart und Schriftgröße auf eine DIN A4-Seite passen.

Sollte der Platz eng werden, könnt ihr einige lange Fragen durch Symbole ersetzen. Das erleichtert das spätere Layouten und Lesen. Entwerft hierfür kleine Icons, die ihr in einer kleinen Legende kurz erklärt.

Erstellt das Probe-Layout bevor ihr euren Mitschülern den Fragekatalog zukommen lasst. Ansonsten investieren sie womöglich viel Zeit und Mühe in Fragen, von denen später die Hälfte ohnehin aussortiert wird. Ein gewisser Spielraum ist gut und wichtig, er sollte aber angemessen sein.

Schaut also vorher, wie es sich mit Platz für die Fragen verhält. Weist eure Mitschüler auf dem Steckbriefbogen darauf hin, dass aus Platzgründen nicht alle Fragen abgedruckt werden können und ihr daher später eine sinnvolle Auswahl treffen müsst.

Keine Beleidigungen

Nicht zuletzt sollten die Steckbrief-Seiten nicht beleidigend werden. Gegen angemessene und konstruktive Kritik ist nichts einzuwenden, solange Schüler und Lehrer durch die Fragen nicht böswillig durch den Kakao gezogen werden. Die Abizeitung sollte keinen Nährboden für üble Rache-Aktionen bieten.

Fragen zum „schlimmsten“ oder „hässlichsten“ Lehrer oder „Hassfächer“ sind nicht angebracht. Wenn ihr solche Punkte trotzdem abfragen wollt, finden sich mit Sicherheit auch nettere Umschreibungen, wie z.B.“Wird niemals mein Lieblingsfach“ oder „Dieser Lehrer hat mich viele Nerven gekostet …“.

Um auszuschließen, dass ein Schüler die Steckbrieffragen als Racheakt gegen Mitschüler, Lehrer, Schulleitung oder die gesamte Schule ausnutzt, sollten alle ausgefüllten Steckbriefbögen vor dem Druck auf Inhalt überprüft und nicht einfach blind abgedruckt werden. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Achtet bei der Fragestellung daher im Vornherein, dass die Fragen zwar Raum zum Antworten lassen, aber zu Beleidigungen verleiten könnten. Auch sollten die Fragen nicht allzu privat, aber dennoch kreativ und lustig sein.

Charakterisierung der Person

Nach dem Steckbrief folgt meist die Charakterisierung der jeweiligen Person. In einem kurzen Text schreiben/charakterisieren anderen Mitschüler, was euch auszeichnet.

  • Welche Macken habt ihr?
  • Was macht euch liebenswert?
  • Wie behalten sie euch in Erinnerung?
  • Welche Wünsche geben sie euch für die Zukunft?

Die Charakterisierung kann entweder nur von einer Person oder von einer ganzen Gruppe verfasst werden. Bestenfalls sollten eure besten Freunde oder liebe Mitschüler die Texte über euch schreiben.

Auf jeden Fall sollten es Personen sein, mit denen ihr euch gut versteht, die euch gut kennen und denen ihr vertraut.

Kommentare

Kommentare sind ein weiterer, wichtiger Bestandteil der Steckbriefe. Während euch bei der Charakterisierung eher nahestehende Mitschüler beschreiben, gebt ihr mit den Kommentaren jedem Schüler die Möglichkeit, eine kurze Anmerkung über euch zu hinterlassen. Diese kann in Form eines Kommentars oder einzelner Adjektive erfolgen.

Im Schutz der Anonymität, wie wir sie aus dem Internet kennen, werden Kommentare schnell beleidigend. Um das zu vermeiden, sollte die Anonymität aufgehoben werden. Sprich: Fügt vor dem Kommentar ein Feld mit Vornamen und Nachnamen des Kommentierenden ein. So weiß der jeweilige Schüler später auch, wer was über ihn geschrieben hat.

Folgendes Schema zeigt euch auf, wie ihr mit den Kommentaren in der Abizeitung verfahren könnt:

  1. Alle Schüler füllen Kommentarbögen zu den Steckbriefen aus
  2. Kommentare werden eingesammelt
  3. Die Redaktion liest Korrektur und filtert klar verletzende Kommentare raus
  4. Jeder Schüler bekommt die restlichen Kommentare zu seiner Person und segnet sie ab (darf auch weitere unerwünschte Kommentare streifen)
  5. Kommentare gehen zurück an die Redaktion
  6. Kommentare werden veröffentlicht

Grüße und Danksagung

Am Ende des Steckbriefs hat die vorgestellte Person die Möglichkeit, selbst noch etwas zum Besten zu geben. Gebt euch und euren Stufenmitgliedern auf jeden Fall die Gelegenheit, sich mitzuteilen – Schließlich gibt es viel zu erzählen!

Grüßt z.B. eure besten Freunde, bedankt euch bei euren Lieblings-Lehrern, würdigt besonders tolle Erlebnisse oder Liebgewonnenes, das ihr am meisten vermissen werdet. Auch Grüße an die Lieben Eltern, Geschwister, Großeltern, die Nachhilfe, den Sportclub oder allgemeine Statements, Outings und geistige Ergüsse sind erlaubt.

Die Grüße und Danksagungen sollten immer an jemanden richten, statt über jemanden zu schreiben. Sie sind also keine Kommentare, die eine Person beschreiben, sondern sprechen diese direkt an (z.B. „Jana, mit dir waren die Pausen niemals langweilig“, oder „Frau Möller, bei Ihrem Unterricht habe ich nie auf die Uhr geschaut“).

Die Grüße sollten kurz und knapp ausfallen. Um sie nicht ins Unermessliche wachsen zu lassen, solltet ihr eine Satz- oder Zeichenbegrenzung angeben – Je nachdem, wie viel Platz euch zum Schluss für die Danksagungen verbleibt.

Natürlich gehört auf jede Seite ein Foto der Person. Am schönsten ist es natürlich, wenn die Fotos einheitlich sind, also alle vor dem gleichen Hintergrund gemacht wurden und bestenfalls auch zu dem gewählten Abimotto passen. Zum Beispiel können die Personen bei dem Motto „Abilymp“ neben einer Säule stehen, einen Lorbeerkranz oder eine Tunika tragen.

Fotos

Was wäre ein Steckbrief ohne Foto? Ein aktuelles Bild des jeweiligen Schülers ist quasi Pflicht. Wenn ihr die Abizeitung in 10 Jahre aufschlagt, sollt ihr euch schließlich wieder schnell an eure Mitschüler erinnern können.

Fangt möglichst früh an, die Bilder einzusammeln. Dies kann sowohl manuell mit gedruckten Fotos, als auch online über entsprechende Tools erfolgen, in denen die Schüler ihre Bilddateien hochladen können.

Das Foto solltet eine Auflösung von mindestens 300 dpi besitzen, um sowohl online, als auch gedruckt eine gute Druckqualität sicherzustellen. Die dpi (dots per inch) ist ein rechnerischer Wert, der das Verhältnis von Bildfläche (in cm x cm) und Pixelzahl angibt. Werden die Daten nachträglich hochskaliert, geht das zu Lasten der Bildqualität. Denkt also daran, die eingegangenen Bilder auf ihre Qualität zu überprüfen und weist den Schüler darauf hin, wenn ein eingereichtes/hochgeladenes Bild eine zu geringe Auflösung aufweist.

Ihr könnt natürlich nicht davon ausgehen, dass jeder Mitschüler ein aktuelles Foto von sich besitzt oder gewillt ist, es hochzuladen. Daher kann sich das Sammeln der Fotos recht langwierig gestalten. Drohungen, einfach ein peinliches Foto der letzten Party zu veröffentlichen oder mit der Digitalkamera bewaffnet in der Schule gnadenlos alle Kandidaten ohne Steckbrieffoto zu fotografieren, solltet ihr besser lassen.

Zwar wirkt das oftmals Wunder, aber vergesst nicht, dass jeder das Recht am eigenen Bild hat. Generell braucht ihr von jedem, der in eurer Zeitung abgebildet wird, eine schriftliche Erlaubnis. Die Erlaubnis kann jedoch auch direkt und mündlich von den Fotografierten gegeben werden werden. Keiner Erlaubnis bedürfen Bilder auf denen Personen „Beiwerk“ in einem Menschenauflauf sind.

Einen Versuch, ein aktuelles Foto mit der Digitalkamera in der Schule zu ergattern, ist es dennoch wert, sofern der jeweilige Schüler sein Einverständnis zu Veröffentlichung gibt. Die abgebildeten Schüler müssen aber auf jeden Fall mit der Veröffentlichung ihres Fotos einverstanden sein. Wenn jemand partout kein Bild von sich veröffentlichen möchte, seid auch ihr machtlos.

Solltet ihr einen solch hartnäckigen Fall haben, könnt ihr euch alternativ auch Kinderfotos oder Fotos aus der Grundschule geben lassen. Viele Schüler haben mit älteren Bilder von sich kein so großes Problem, wie mit aktuellen Fotos.

Ein aktuelles Fotos für die Steckbriefe zu verwenden, ist zwar empfehlenswert, muss aber nicht immer sein. Alternativ könnt ihr auch Fotos anderer Kategorien einsammeln. Das können Babyfotos sein, Fotos vom ersten Schultag, aus der Grundschule oder Fotos als Antwort auf eine Steckbrieffrage (z.B. „Ein Foto, das deine Abizeit beschreibt“).

Oder versucht, ein Foto in Verbindung mit eurem Abimotto zu erstellen. Habt ihr ein Karibik- oder Piratenmotto, könnt ihr ein Fotoshooting organisieren, bei dem sich jeder entsprechend verkleiden, schmücken und schminken kann. Besorgt ein paar Deko-Artikel und Kostüme, ladet die gesamte Stufe zum Fotoshooting ein und los geht´s. Vorteil: So bekommt ihr wirklich von jedem ein Bild!

Neben dem bereits erwähntem dpi-Check, können bei der Bildbeschaffung noch viele weitere Dinge suboptimal laufen. Folgende Probleme könnten euch daran hindern, dass Bild 1:1 zu verwenden und eine Nachbearbeitung nötig machen.

  • Foto wurde eingescannt: Der Großteil des Bildes ist weiß, das eigentliche Foto ist klein in der Ecke zu finden. 1. Hilfe: Bild im Grafikprogramm zuschneiden und ggf. durch Rotieren in eine gerade Position rücken.
  • Foto ist zu hell/dunkel: Schlechtes Licht lässt sich zum Teil retten. 1. Hilfe: Nachträgliche Korrektur mit Helligkeit/Kontrast. Die Korrektur geht aber zulasten der Bildqualität und stößt schnell an ihre Grenzen. Sind bestimmte Bereiche komplett überstrahlt oder rein schwarz, sind die Fotos auch am PC nicht mehr zu retten.
  • Schlechte Auflösung: Das Foto ist zu krisselig bzw. grobkörnig. 1. Hilfe: Mit Bildbearbeitungsprogrammen kann eine Verbesserung des Bildkontrastes erreicht werden. Bei niedriger Auflösung bitte vermeiden, das Bild hochzuskalieren. Das ergibt meist pixelige und unprofessionelle Ergebnisse, die schlimmstenfalls erst nach dem Druck auffallen.
  • Unscharfe Bilder: Können beim Fotografieren aus der Hand schnell passieren. 1. Hilfe: Nachschärfen rettet zwar kein verwackeltes Bild, kann dem Foto aber unter Umständen mehr Brillanz entlocken. Aber mit dem Schärfegrad bitte nicht übertreiben. Ist das Bild an Konturen zu hart oder wirkt es zu künstlich wirkt, muss ein neues Bild her.
  • Hintergrund scharf, Person unscharf: Hier wurde beim Fotografieren ein Fehler bei den Schärfeeinstellungen vorgenommen. 1. Hilfe: Gibt es nicht, ihr braucht ein neues, scharfes Bild der Person.
  • Rote Kontaktlinsen?: Nein, die roten Augen entstehen durch den sog. „Rotaugeneffekt“. 1. Hilfe: Viele Bildbearbeitungsprogramme erkennen und entfernen die unschönen Punkte.

Ein Layout-Team, das sich mit Bildbearbeitung auskennt, kann kleine Makel schnell korrigieren. Haltet euch aber nicht zu lange mit der Nachbearbeitung auf. Ist das Foto einfach von schlechter Qualität, solltet ihr schnellstmöglich ein neues Bild anfordern.

Lehrer-Steckbriefe

Neben den Schüler-Steckbriefen bieten Lehrer-Steckbriefe eine willkommene Gelegenheit, eure Pauker von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Überraschende Antworten auf provokante Fragen, verblüffende Erkenntnisse, pikante Details und lustige Fotos aus der Schulzeit – Das macht Lehrer-Steckbriefe so beliebt. Nutzt die Gelegenheit, in eurer Abizeitung ein Andenken an die Personen einzubauen, die euch viele Jahre begleitet und auf euren weiteren Lebensweg vorbereitet haben.

Bei Lehrer-Steckbriefen ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt. Es handelt sich schließlich immer noch um Autoritätspersonen, denen ihr mit dem nötigen Respekt begegnen solltet. Es ist ein Spagat-Akt, mit den Fragen das Maximum herauszuholen, ohne die Lehrer dabei durch zu provokante Fragestellungen zu verschrecken oder durch ungünstige Formulierungen auf die Füße zu treten.

Achtet auf eine unverfängliche Formulierung und packt die Fragen ggf. in den Mantel eures Abimottos, dann sollte es keine Probleme geben. Bittet den Lehrer, dem Steckbrief ein Foto aus seiner Kinderzeit, ein älteres Schulfoto und/oder ein aktuelles Bild beizulegen bzw. es euch zum Einscannen zur Verfügung zu stellen. Diese nette Idee kann später für lustige Überraschungsmomente sorgen!

Da Lehrer erfahrungsgemäß viel beschäftigte Personen sind, kann es einige Zeit dauern, bis ihr die Steckbriefe und Fotos zurückbekommt. Überreicht die Bögen daher möglichst frühzeitig und hakt ggf. nach einiger Zeit nochmal nach.

Um den Arbeitsaufwand und die Druckkosten im Rahmen zu halten, müsst ihr natürlich nicht für jeden Lehrer einen Steckbrief erstellen. Meist reicht es aus, sich auf die LK-Lehrer oder Lehrer mit Kurs in der Stufe zu beschränken.

Die fertigen Steckbriefe könnt ihr später entweder abtippen oder den handschriftlichen Steckbrief in das Layout einfügen. Letzteres sieht persönlicher aus, setzt jedoch voraus, dass alle Steckbriefe von der Farbe und Schriftart gut lesbar sind. Farbe bzw. Kontrast können ggf. mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachträglich verbessert werden.

Wichtig ist ein einheitliches Layout für alle Lehrer-Steckbriefe, also nicht ein paar handgeschriebene und ein paar abgetippte Seiten.

Dr. Abi Tipp: Stellt nicht nur eure Lehrer, sondern auch andere wichtige und liebenswerte Menschen aus dem Schulleben dar, wie z.B. die Stufenleiter, den Hausmeister, die nette Verkäuferin beim Bäcker etc.!

Berichte und Kursvorstellungen

Berichte über Kursfahrten, Exkursionen, Projekte etc. sind wichtiger Bestandteil jeder Abizeitung.

Zunächst muss sich die Redaktion darüber einig werden, welche Berichte Bestandteil der Abizeitung werden sollen. Ist diese Frage geklärt, geht es nun darum, an den „Stoff“ zu kommen. Hier seid ihr auf die Mitarbeit der anderen Abiturienten angewiesen.

Ein unerlässlicher Teil der Berichte sind die Kursvorstellungen. Die Arbeit übernehmen hier die Teilnehmer der einzelnen Leistungskurse. Ihr könnt z.B. eine Stufen- bzw. Kursliste aushängen, in der sich die Kursteilnehmer für den Bericht eintragen können.

Findet mindestens zwei Leute, die für euch den Kursbericht fertigstellen, damit er nicht nur aus einer Perspektive geschrieben wird. Mehr Schreiberlinge sind natürlich auch zulässig, dadurch wird der Bericht meist kreativer und auf jeden Fall vielseitiger.

In der Regel verständigen sich die Kursteilnehmer unter sich, wer Lust und Zeit für einen Bericht hat. Teilt die Berichte nicht einfach irgendwelchen Personen zu, die das Schreiben als lästige Pflichterfüllung ansehen. Nur wer auch Spaß am Schreiben hat, wird einen schönen Bericht für die Abizeitung erstellen.

Erst wenn sich für einen Kurs keine freiwilligen Texter finden, könnt ihr gezielt Personen ansprechen oder vor dem Kurs für das Mitwirken an der Abizeitung appellieren. Meistens findet sich aber in jedem Leistungskurs mindestens eine Person, die sich zum Schreiben des Kursberichts bereit erklärt.

Was gehört in einen Kursbericht? Eigentlich alles, was den Kurs ausmacht, ihn individuell macht und woran ihr euch auch gerne Jahre später erinnern würdet. Beschreibt z.B. die typische Unterrichtsstunde, berichtet über markante Angewohnheiten des jeweiligen Lehrers bzw. Tutors oder lasst euren Lehrer/ Tutor selbst einen Bericht oder eine Klausur zum Kurs schreiben. Auch typische Kommentare, Sprüche und Zitate von Teilnehmer aus dem Kurs können einen Kursbericht bereichern.

Ein bisschen Spaß muss sein! Witzige Sprüche und lustige Situationen sind erlaubt, solange sie mit einem Augenzwinkern versehen sind und niemanden verunglimpfen. Im Stile der gesamten Abizeitung sollten auch die Texte der Kursberichte nicht allzu ernst geschrieben werden. Eine Prise wohl dosierte Ironie und Sarkasmus sind erlaubt. Nehmt eure Lehrer ruhig aufs Korn, aber geht dabei nicht unter die Gürtellinie.

Als kleine Wiedergutmachung schließen die Kursberichte meistens mit ernst gemeinten Danksagungen, Grüßen und Wünschen an eure Lehrer und Tutoren ab. Schließlich sollen diese euch auch in guter Erinnerung behalten.

Damit nichts fehlt: Erinnert euch an denkwürdige Szenarien oder Sprüche und nutzt das letzte Schuljahr, um fleißig weitere Informationen für den Kursbericht zu sammeln. Notierte Lacher und Witze sollten natürlich nicht in der jeweiligen Situation, sondern auch noch am Ende des Schuljahrs lustig sein. Überprüft die Notizen daher vorher nochmals sorgfältig, ob die Begebenheiten auch wirklich druckreif sein.

Da die Kursberichte nicht nur aus Text, sondern idealerweise auch aus Bildern und dem obligatorischen Kursfoto bestehen, solltet ihr rechtzeitig zum Fotografieren aufrufen. Dies gilt übrigens nicht nur für Kursberichte, sondern auch für alle andere Berichte für eure Abizeitung.

Dazu zählen u.a. Berichte zu:

  • Exkursionen
  • Sprachreisen
  • Projekten
  • Sportwochen
  • Veranstaltungen
  • Tutandengruppen
  • usw.

Durch diverse Notizen zu den einzelnen Events und zahlreichen Fotos erhaltet ihr viel brauchbares Material, aus dem tolle Berichte entwickelt werden können!

Sucht zunächst Freiwillige, die Lust und Zeit haben, einen Bericht zu übernehmen. Dann kommt meistens auch etwas Lesenswertes dabei raus. Sollten sich nicht für alle Berichte freiwillige Autoren finden, kann die Redaktion einen Teil übernehmen oder gezielt Personen für ausgewählte Berichte ansprechen.

Bei der Berichterstellung im Team empfehlen wir euch, Online-Tools (z.B. Dropbox, Google Docs) zu nutzen, wo ihr das Material sammeln und gemeinsam darauf zugreifen könnt. So behält jeder den Überblick und wichtige Infos gehen nicht verloren.

Wichtig bei allen Formen von Berichten: Setzt eine Deadline! Bei unklarer Terminierung werdet ihr niemals alle Berichte zum gewünschten Zeitpunkt von euren Mitschülern zurückerhalten. Setzt daher sowohl für den ersten Entwurf, als auch für den fertigen Bericht fixe Abgabefristen. Verschickt kurz vor Ablauf der Deadline eine Erinnerung und fragt explizit nach Problemen oder Schwierigkeiten. Je früher ihr eingreifen könnt, umso besser!

Ebenfalls wichtig: Legt für die Berichte feste Layout-Vorgaben fest (ungefähre Textlänge, Schriftart, Schriftgröße etc.). Diese sprecht ihr vorher bitte mit dem Layout-Team ab. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, die Textlänge pro Bericht auf eine DIN A4 Seite zu begrenzen. Als Standard werden meist die Schriftart „Arial“ mit der Schriftgröße 12 verwendet.

Die Kommunikation zwischen Redaktion, Layoutern und den Autoren erspart euch später viel Arbeit. Dies gilt insbesondere bei kreativen Einfällen, wie Zeichnungen und Diagrammen. Besprecht diese im Voraus, damit die Arbeit nicht umsonst war, weil der Bericht später so nicht umgesetzt werden konnte.

Ebenfalls bei der graphischen Gestaltung berücksichtigt werden sollten Fotos und Kommentarkästen, die das Layout-Team ins Design integrieren kann.

Kreative Beiträge

Eine Abizeitung muss inhaltlich nicht bis auf jede Seite knallhart durchgeplant werden. Plant oder nutzt einige freie Seiten für kreative Beiträge.

Freigestellte Seiten bieten mehr Abwechslung zwischen den einzelnen Beiträgen und stellen die Schüler ihrer Individualität in den Fokus. Mögliche kreative Beiträge sind z.B.

  • Gedichte und Anekdoten
  • Kurzgeschichten
  • Zeichnungen und Karikaturen
  • Sehenswerte Klausuren
  • Fotos, Bilder & Bildcollagen
  • Seite mit allen Unterschriften

Ob kreatives Gedicht, Karikatur oder künstlerisches Meisterwerk – Hier haben die Schüler nochmal die Möglichkeit, sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten zu verewigen.

Fest steht aber auch: Freigestellte Seiten sind ein mittelgroßes Experiment. Umfang, Form und Inhalt sind nur teilweise kalkulierbar. Das Resultat bekommt ihr erst nach Ablauf der Deadline zu Gesicht.

Einige Abizeitungs-Redaktionen beschließen, jedem Schüler eine komplette DIN A4-Seite in der Abizeitung freizustellen, die er nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Andere Redaktionen stellen nur einen Teil einer Seite zur freien Gestaltung zur Verfügung.

Um später nicht mehrere hundert Seiten mit z.T. mangelhaften Inhalten in der Abizeitung zu haben, solltet ihr am besten vorher fragen, wer einen kreativen Beitrag verfassen möchte. Diese Schüler haben in der Regel bereits eine Idee im Kopf und können auch einen inhaltlich wertvollen Beitrag für die Abizeitung leisten.

Auf diese Weise verhindert ihr zumindest, dass Schüler zu Beiträgen gezwungen werden, obwohl sie eigentlich überhaupt keine Lust dazu haben. Was sich nicht steuern lässt, ist das Niveau der erhaltenen Kreativ-Beiträge. So gibt es womöglich Freiwillige, die gerne gestalten möchten, aber nicht das Zeug dazu haben.

Ihnen ins Gesicht zu sagen, dass der Beitrag zu schlecht ist, geht auch nicht. Seid euch dessen im Klaren, dass nicht jeder kreative Beitrag den höchsten künstlerischen Ansprüchen genügt. Das lässt sich nicht kontrollieren, ein bisschen Spannung bleibt also!

Eine Umfrage hilft euch auch einzuschätzen, wie viel Platz ihr für Kreatives freistellen wollt. Fragt auch, um welche Art von Beitrag es sich handeln wird und entscheidet demnach, wie die Seite abgegeben werden soll (auf Papier zum Einscannen, als Bilddatei, als fertiges PDF etc.)?

Solltet ihr die Abizeitung nur in schwarz/weiß drucken, können auch die Farbstifte in der Tasche bleiben. Informiert die Autoren der kreativen Beiträge entsprechend über den Platz, der ihnen zur Verfügung steht, als auch über Farben und Form, in der das Dokument bei euch eingereicht werden soll.

Auch wenn kreative Beiträge eine Bereicherung für jede Abizeitung sind. Bedenkt den zusätzlichen Aufwand für die Redaktion, der mit jedem Beitrag und jeder Seitenzahl ansteigt!

Grüße

Die Grußseiten gehören zu dem Teil der Abizeitung, die man sich jeder gerne durchliest und dürfen in keiner Abizeitung fehlen. Ob an nette Mitschüler, Lehrer oder Tutoren – Grüße sind immer wieder gern gelesene Erinnerungen!

Eine Möglichkeit der Einbindung von Grüßen besteht darin, diese im Steckbrief zu integrieren. Alternativ bzw. um Platz zu sparen, könnt ihr extra Grußseiten einrichten, in denen die Schüler nette Worte hinterlassen können.

Bei der Vielzahl an Schülern kann selbst bei mittelgroßen Jahrgängen eine gewaltige Masse an Grüßen zusammenkommen. Anstatt die Anzahl der Grüße pro Schüler einzuschränken, solltet ihr eine Höchstzahl an Grüßen und eine maximale Zeichenzahl pro Gruß festlegen.

Die Anzahl der Grüße lässt sich schwer vorhersagen, da hier der Zusammenhalt in der Stufe eine wesentliche Rolle spielt. Die Begrenzung auf eine maximale Zeichenzahl ermöglicht jedoch eine grobe Planung der maximal benötigten Seiten für die Grüße. Sollten später freie Seiten übrig bleiben, könnt ihr diese z.B. für kreative Beiträge nutzen.

Je nach Anzahl der Grüße besteht die Herausforderung beim Layout darin, die Grüße platzsparend und trotzdem übersichtlich zusammenzufügen. Wählt daher eine klare, platzsparende Schriftart ohne Verschnörkelungen (z.B. Arial) und eine kleine, aber trotzdem gut lesbare Schriftgröße. Die Anordnung der Kommentare in Spaltenform sieht nicht nur ästhetisch aus, sondern spart auch viel Platz!

Formuliert die Grüße direkt und schreibt nett und persönlich – Dann kommen die netten Worte auch an! Trotzdem sollte die Redaktion die Grüße vor Druck nochmal durchsehen und ggf. korrigieren (siehe nächsten Punkt „Kommentare“).

Kommentare

Parallel zu den Grüßen könnt ihr auch Kommentare zu Lehren, Schülern, Schule, Kursen, Unterricht, etc. in eure Abizeitung einfügen. Achtet nur darauf, dass die Anonymität nicht zu verletzenden Kommentaren verleitet.

Bei den Steckbriefen zu einzelnen Schülern empfiehlt es sich daher, Kommentare nur mit Vor- und Nachnamen des Kommentierenden zu veröffentlichen. Bei allgemeinen Kommentaren ist dies nicht zwingend erforderlich. Um trotzdem sicherzustellen, dass sich kein böser Kommentar oder Gruß in die Abizeitung verirrt, ist die Redaktion gefragt.

Als Redaktion solltet ihr vor dem Druck immer nochmal drüberlesen. Wird jemand beleidigt oder beschimpft? Werden Schimpfwörter verwendet? Könnte sich jemand durch diesen Kommentar verletzt fühlen?

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, um eindeutige Beleidigungen von Spaß & Quatsch zu unterscheiden.

Umgang mit Kritik

Grundsätzlich hat jeder Schüler das Recht zur freien Meinungsäußerung. Trotzdem sollte die Würde jeder Person geachtet werden.

Kritik ist daher ein heikles Thema und erfordert die gesunde Balance zwischen Zensur und Meinungsfreiheit. Gerade in Kommentaren zu Personen und Kursen, Steckbriefen und Grüßen sind oft unangemessene Inhalte vorhanden.

Beugt dem direkt vor, indem ihr die alle Schüler (z.B. im Rahmen einer Jahrgangsversammlung) darum bittet, erst zu überlegen, bevor sie einen Kommentar verfassen. Begründet das auch. Mit bösen und unmotivierten Kommentaren, wie „XY ist scheiße“ oder „Lehrer X hat eine hässliche Visage“ ist niemandem geholfen. Das ist keine Kritik, sondern einfach nur beleidigend – Und anonym verfasst noch dazu feige.

Wissbegierige, zielstrebige Schüler mit guten Noten als „Mega-Streber“ oder introvertierte, ruhige Einzelgänger als „Außenseiter“ abzustempeln kann schnell an Mobbing grenzen. Was der eine lustig findet, kann für den Betroffenen sehr verletzend sein.

Normalerweise erkennt man beim Durchblättern der Abizeitungen recht schnell, wer in der Stufe besonders beliebt war und wer eher zurückgezogen am Rand stand. Das spiegelt zwar die Realität weder, dennoch solltet ihr Auseinandersetzungen aufgrund von unbedachten Formulierungen und Kategorisierungen vorbeugen.

Die Abizeitung soll eine schöne Erinnerung an eure Schulzeit sein – Für jeden von euch! Füllt sie daher auch mit schönen Erinnerungen, damit ihr auch noch Jahre später gerne darin herumblättert. Statt in den Kommentaren auf Negativem herumzuhacken, solltet ihr das Positive in den Vordergrund rücken oder erst gar nichts darüber schreiben.

Ist Kritik jetzt überhaupt nicht erlaubt? Nein! Kritik ist nicht nur erlaubt, sonder sogar erwünscht. Es wäre realitätsfern zu behaupten, dass während der Schulzeit immer alles Friede, Freude, Eierkuchen war. Passt euch bei der Formulierung aber bitte eurem Bildungsgrad an. Ihr seid Abiturienten – das sollte in kritischen Kommentaren auch zu erkennen sein.

Streitigkeiten gehören zwar zu den Erinnerungen und Zensur ist böse, aber niemand will Beleidigungen auf seiner Gruß-Seite lesen. „Insider“- bzw. Quatsch-Grüße oder sonstige Unverständlichkeiten müssen hingegen nicht böse gemeint sein.

Was ist also noch Kritik und was sind Beleidigungen? Die Definitionen sind ein schmaler Grad. Am besten versetzt ihr euch in die Lage der Person und wägt ab, ob ihr euch durch die Formulierung verletzt fühlen würdet.

Gerade bei anonymen Kommentaren ist Vorsicht geboten. In Abizeitungen werden gerne Lehrer, Kurse und die Schulleitung Ziel von Beschimpfungen und Hasstiraden. Wenn ihr Kritik an der Schule bzw. Lehrkräften äußern wollt, dann bitte konstruktiv. Was genau war nicht gut? Wie könnte der Zustand verbessert werden? Eine nachvollziehbar formulierte Kritik kommt viel besser an und kann sogar die gewünschte Veränderung einleiten.

Auch bei speziellen Lehrer-Rankings ist ein gesundes Maß an Anstand gefragt. Kein Lehrer möchte im Ranking als „Abtörner“, „Choleriker“ oder „Langweiler“ abgestempelt werden. Lehrerbeschreibungen und Statistiken über Lehrkräfte gehören zwar zu jeder guten Abizeitung dazu, erfordern jedoch auch ein gewisses Maß an Respekt.

Schüler-Kommentare über Lehrer einfach unzensiert und anonym abzudrucken führt oftmals zu Problemen. Bei persönlichen Beleidigungen, Bloßstellungen und Verleumdungen kann es im Extremfall vorkommen, dass rechtliche Schritte eingeleitet werden. So wurde in der Vergangenheit nicht nur einmal Strafanzeigen erstattet.

Bei anonymen Kommentaren lässt sich nicht so einfach überprüfen, von wem die Äußerung stammt. Doch als Redaktion steht auch ihr in der Verantwortung, eindeutig diskriminierende Äußerungen nicht abzudrucken. Sowohl Lehrer, als auch Schüler oder deren Eltern können eine Anzeige gegen (unbekannte) Kommentierende bzw. die Redaktion erstatten.

Erspart euch den großen Ärger, der sogar in einem langwierigen Rechtsstreit ausarten kann und wahrt das Persönlichkeitsrecht jedes Einzelnen. Ansonsten unterliegt eure Schülerzeitung keinerlei Zensur, sondern genießt Pressefreiheit. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern, sollte jedoch auch dazu stehen und nicht im Schatten der Anonymität beleidigend werden.

Sobald aber die Pressefreiheit mit dem Persönlichkeitsrecht kollidiert, bewegt ihr euch auf sehr dünnem Eis. Persönlichkeitsverletzende Beleidigungen und Verleumdungen sind gesetzlich untersagt und können zur Anzeige gebracht werden.

Die Redaktion der Abizeitung steht vor der schwierigen Aufgabe, zwischen sachlicher Kritik und tatsächlichen Beschimpfungen abzuwägen. Tut dies sorgfältig. Im schlimmsten Fall drohen ernsthafte Konsequenzen, wie ein Hausverbot des Schuldirektors, sodass ihr eure Abizeitungen nicht mehr auf dem Schulgelände verkaufen dürft. In einigen Fällen sind wütende Lehrkräfte einfach jeglichen Abitur-Feierlichkeiten ferngeblieben. Auch Abibälle mussten in der Vergangenheit bereits aufgrund eines ausartenden Konflikts zwischen Schülern und Lehrkräften abgesagt werden.

Besinnt euch daher auf euer Ziel: Eine gebührende Feier des erfolgreichen Abiturs. Schließlich wollt ihr gemeinsam mit euren Lehrern feiern, also nehmt auch Rücksicht aufeinander. Eine Möglichkeit, Ärger vorzubeugen und auf Nummer sicher zu gehen ist, den Lehrern ihre Steckbriefe bzw. alle Lehrer-Statistiken vor Druck zukommen zu lassen. Diese können die Inhalte dann prüfen und geben euch ihr OK, falls alles i.O. ist. Sollte sich jemand auf den Schlips getreten fühlen, sind jetzt noch Korrekturen möglich.

Diese Vorgehensweise ist keine Pflicht und sehr vorsichtig, verhindert aber, dass es nicht zu ersten Konflikten kommt. Ist die Abizeitung erstmal gedruckt, ist es für späte Reue und Entschuldigungen oft zu spät. Äußert eure Meinung, aber auf die intelligente Art. Negative Formulierungen können einfach in gut durchdachte, charmante und witzige Bemerkungen umgewandelt werden.

Hier sind auch die Lehrer gefragt, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und sich nicht allzu erst zu nehmen. In einer Abizeitung sind viele Äußerungen als Spaß gemeint und mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Sofern sie nicht unter die Gürtellinie gehen und die Person in ihrer Identität angreifen, sollte es keine Schwierigkeiten mit Kritik geben.

Umfragen

Keine Abizeitung ohne Umfragen. Der Oberbegriff umfasst sowohl Stufenwahlen & Awards, als auch Statistiken, die später in der Abizeitung abgedruckt werden.

Stufenwahlen & Awards

Stufenwahlen, bzw. Awards sind ein beliebter Teil von Abizeitungen. Wer ist am lustigsten, schönsten oder schreibt die besten Noten? Viele Abiturienten erwarten die Ergebnisse der Wahlen daher mit großer Spannung und Vorfreude. Umfragen dürfen in eurer Abizeitung daher auf keinen Fall fehlen!

Allerdings sind Stufenwahlen sehr aufwändig. Hunderte Wahlzettel müssen verteilt und ausgezählt werden. Doch der Aufwand lohnt sicht!

Die Auswahl der Kategorien

Fangt am besten mit den Umfrage-Kategorien an. Überlegt euch, welche Unterteilungen für Schüler/Lehrer sinnvoll sind und später lustig zu lesen sein könnten. Bezieht die Stufe bei der Wahl der Kategorien mit ein, dadurch erhaltet ihr noch mehr Idee.

Gemeinsame Treffen, wie die Jahrgangsstufenversammlung sind eine gute Gelegenheit, die Stufe um Vorschläge zu bitten. Wählt später im Redaktionsteam aus den besten Vorschlägen aus. Sollte die Zeit für die Stufen-Awards knapp werden, könnt ihr euch in einem kleinen Team die Kategorien auch selbst ausdenken

Achtet auf jeden Fall darauf, dass nicht eine Kategorie doppelt vorkommt oder zwei Kategorien allzu ähnlich sind. Die Kategorien sollten möglichst spezifisch und (von anderen Kategorien) klar genug abgegrenzt sein, damit auch jeder Schüler sofort weiß, was er sich unter dem Kategorienamen vorstellen soll.

Üblich sind 10 bis 20 Kategorien. Mehr Kategorien sollten es aber wirklich nicht sein, da das die Schüler langweilen bzw. überfordern könnte. Die Schüler-Award können entweder geschlechterübergreifend vergeben oder in Männer und Frauen unterteilt werden. Auch könnt ihr überlegen, die Kategorien an euer Abimotto anzulehnen.

Bedenkt bei der Auswahl der Kategorien, dass sie niemanden beleidigen, demütigen oder verunglimpfen. Bei Kategorien, wie „Hässlichste Person“, „Größter Trottel“ oder „Billigste Schülerin“ würden sich die „Auserwählten“ garantiert vor den Kopf gestoßen fühlen. Und niemand möchte beim Aufschlagen Abizeitung einen Schlag ins Gesicht erleben!

Formuliert die Umfragen daher positiv und möglichst humorvoll. Statt „Wer ist die hässlichste Person?“ könnte man beispielsweise „Wen schicken wir zum Stylisten?“ fragen. Alternativ zu „Wer ist der faulste Schüler?“ geht auch „Wer wohnt in zehn Jahren unter einer Brücke?“. Ihr seht: Es kommt immer auf die „Verpackung“ an. So können ursprünglich demütigende Aussagen humorvoll umschrieben werden.

Bei der Suche nach Kategorien sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Da ihr im Normalfall zwischen 10 und 20 Kategorien einsetzen werdet, ist die Auswahl an Alternativen groß genug. Lasst kritische Kategorien im Zweifelsfall weg und weicht auf Alternativen aus, ohne das Gesamtkonzept zu zerstören.

Natürlich könnt ihr solche Ratings auch für Lehrer erstellen. Achtet hier aber insbesondere auf die Wahl der Kategorien. Ansonsten lassen sich Stufenwahlen auch für Kurse, Pärchen und diverse andere Kategorien aufbereiten.

Die Abstimmung

Sobald die Kategorien feststehen, könnt ihr diese zur Abstimmung freigeben. Die Wahl erfolgt anonym und demokratisch. Jeder Schüler erhält einen Zettel mit allen Kategorien, z.B. 10 Minuten Zeit und darf pro Kategorie einmal wählen.

Zur Durchführung der Abstimmung bietet sich eine Jahrgangsversammlung an. Vorteil: Ihr müsst nicht jedem Zettel nachrennen und habt die Wahlbeteiligung im Überblick. Streicht z.B. auf eurer Stufenliste die Namen der Personen ab, von denen ihr einen ausgefüllten Zettel erhalten habt. Nicht anwesende Personen können dann nachträglich angesprochen werden.

Vermeidet unbedingt, dass Personen die Zettel kopieren und doppelt abstimmen können. E-Mail-Abstimmungen oder ausgehändigte Papierzettel sind sehr umständlich und führen häufig zu Überschneidungen. Entscheidet euch daher lieber für eine Vor-Ort-Abstimmung oder Voting-Tools im Internet.

Mittlerweile können Statistiken und Umfragen bequem per Online-Fragebogen erstellt und ausgewertet werden. Dies erspart euch viele Arbeitsschritte und die Daten sind sofort digital verfügbar.

Die Auswertung

Sobald der Redaktion die Abstimmungsergebnisse vorliegen, geht es an die Auswertung. Versucht, die Ergebnisse möglichst objektiv und unverfälscht widerzuspiegeln.

Manchmal kommt es vor, dass ihr an der ein oder anderen Stelle Anpassungen treffen müsst, bzw. die Ergebnisse nicht 1:1 übernehmen könnt. Es handelt sich schließlich nicht um die Bundestagswahl. Ein bisschen Fingerspitzengefühl bei der Anpassung der Ergebnisse kann daher nicht schaden.

Bevor ihr jetzt zu viel am Ergebnis „herumdoktert“, lasst die Kategorie besser komplett weg. Die Auswertung sollte schließlich nicht von Grund auf manipuliert werden, sonst hättet ihr erst gar keine Abstimmung durchführen müssen. Trotzdem ist es wichtig, die Ergebnisse der Stufenwahlen vor dem Druck zu checken und nicht einfach blind abzudrucken.

Nach der Auswertung der Ergebnisse, müsst ihr unbedingt dafür sorgen, dass diese bis zur Veröffentlichung der Abizeitung absolut geheim bleiben. Das erhöht nicht nur die Spannung, sondern beugt auch Diskussionen und Bestechungsversuchen vor. Die Redaktion sollte sollte daher unbedingt „dicht“ halten.

Statistiken

Neben Schüler- und Lehrer-Umfragen könnt ihr auch interessante Statistiken erstellen.

Statistiken spiegeln eure Ansichten und Meinungen rund um Schüler, Lehrer, euch selbst, die Schulzeit und viele andere Themen wieder. Sammelt hierzu Fakten über die Schülerschaft und erstellt einen grafisch aufbereiteten Überblick mit Eigenschaften eures Jahrgangs.

Der klassische Weg wäre, jedem Schüler einen Fragebogen auszuhändigen, diesen ausfüllen zu lassen und anschließend auszuwerten. Wesentlicher einfacher geht das mit Online-Tools, in denen ihr Online-Fragebogen erstellen, verschicken und digital auswerten könnt.

Vorteil: Ihr müsst die Daten nicht erst manuell abtippen und auswerten. Die Aufgabe übernimmt das Tool und erspart euch somit viel Arbeit! Nutzt für die Statistiken z.B. die kostenlosen Live-Formulare von Google Docs.

Die Fragen können entweder offen oder geschlossen (Ja/Nein) gestellt sein oder einige Auswahlmöglichkeiten bieten. Ebenso ist es möglich, einzelne Kurse auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten zu lassen und daraus ein Kurs-Charaktergramm mit den beliebtesten und unbeliebtesten Kursen zu erstellen.

Bedenkt, dass die Auswertung offener Fragen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, da sehr unterschiedliche und individuelle Antworten gegeben werden können. Diese in Gruppen zusammenzufassen ist nicht immer einfach bzw. möglich.

Die Ergebnisse der Befragung lassen sich je nach Frage- und Antwort-Typ als Prozentangaben, absoluten Zahlen, Durchschnittswerten, Top 10 Antworten etc. darstellen. Zum Abbilden der Statistiken stehen euch diverse Diagramme, wie Säulen, Linien, Kreise, Balken, Flächen, Punkte, Netze usw. zur Auswahl.

Stufenliste

Die Stufenliste enthält wichtige Angaben zu allen Schülern, die mit euch ins Abitur gestartet sind. Folgende Angaben könnte eure Stufenliste enthalten:

  • Vorname und Nachname
  • Geburtstag
  • Adresse
  • Festnetznummer
  • Handynummer
  • Email-Adresse
  • Skype/ICQ/MSN

Welche Angaben abgefragt werden und wie viele Spalten die Stufenliste entsprechend hat, entscheidet die Redaktion.

Eine vollständige und aktuelle Stufenliste zu erstellen ist nicht immer einfach. Fragt einfach im Sekretariat nach, ob ihr die Liste der Oberstufe bekommen könnt.

Oder erstellt ein Online-Dokument, auf das jeder Schüler der Abiturstufe zugreifen und seine Daten eintragen kann. Eine solche Online-Stufenliste bietet sich auch unabhängig von der in der Abizeitung abgedruckten Liste an. Online kann die Liste nämlich auch noch Monate/Jahre später aktualisiert werden.

Um zu verhindert, dass Daten absichtlich oder versehentlich gelöscht werden, kann das Online-Dokument für andere Schüler auch nur zur Ansicht veröffentlicht werden. Die Aktualisierung/Bearbeitung der Daten übernimmt dann eine einzelne Person bzw. das Redaktionsteam. Bedenkt jedoch, dann die Daten dann womöglich nach Ende des Abiturs nicht mehr aktualisiert werden.

Sprüche, Zitate & Klassenbucheinträge

Die Rubrik „Sprüche & Zitate“ ist unbestritten eine der besten und amüsantesten Kategorien in der Abizeitung, ebenso wie ältere Einträge aus Klassenbüchern.

Über die Jahre hinweg haben sich viele markante Sprüche und Zitate von Schülern und Lehrern angesammelt und z.T. auch ins Gedächtnis gebrannt. Damit ihr euch diese immer wieder in Erinnerung bringen könnt, müssen sie aufs Papier gebracht werden.

Fangt daher möglichst früh an, Sprüche, Versprecher und Zitate zu sammeln und diese nach Schülern/Lehrern zu sortieren, damit auch nichts Lustiges vergessen wird. Jeder typische Spruch, jeder lustige Witz und jede höchst philosophische Konversation können sich für einen Platz in der Abizeitung qualifizieren.

Wie macht man das am besten? Wichtig ist, dass alle Schüler ihre Ohren offen halten. Die Redaktion der Abizeitung sollte daher alle Schüler auffordern, lustige Kommentare oder Bemerkungen zu notieren und später einzureichen.

Händigt z.B. eine Lehrerliste aus, in der jeder erwähnenswerte Zitate zu den jeweiligen Lehrer sammeln kann. Achtet bei der Liste auf Vollständigkeit, sodass nicht nur Lehrer mit einem Kurs in der Stufe, sondern auch fürs Sprücheklopfen bekannte Lehrkräfte in der Liste vertreten sind. Für Schüler ist eine solche Liste aufgrund der hohen Anzahl nicht machbar. Hier empfiehlt sich einfach ein Blatt mit zwei Spalten, in denen einfach Name und Spruch eingetragen werden können.

Parallel dazu empfiehlt es sich, einige Personen aus der Redaktion direkt mit dem Sammeln von Sprüchen zu beauftragen. Wer keine klare Aufgabenstellung bekommt, hängt sich meistens nicht so tief rein.

Online-Dokumente, wo jeder Schüler seine „Ausbeute“ direkt einstellen oder alle bisher eingereichten Zitate einsehen kann, können euch bei der Sammel-Aktion helfen. Unterm Strich kommt so schnell eine ganzer Pool an Sprüchen und Zitaten zusammen, aus dem ihr die besten Lacher auswählen könnt.

Dr. Abi Tipp: Stellt Sammelboxen auf, wo die Schüler ihren Senf zu bestimmten Themen abgeben können. Das ist eine einfache, schnelle und zeitsparende Methode, um auf die Kreativität der gesamten Stufe zurückzugreifen und so an den Input für eure Abizeitung zu gelangen!

Die Redaktion hat die Aufgabe, alle gesammelten Sprüche und Zitate zu sichten, Dubletten zu löschen und ggf. die Rechtschreibung zu korrigieren.

Mindestens ebenso lustig, wie Sprüche und Zitate sind alte Klassenbucheinträge. Fragt einfach mal im Sekretariat nach, ob ihr Einsicht in die alten Klassenbücher bekommen könnt. Mit Sicherheit ist da noch der ein oder andere Knaller dabei!

Fotos, Galerien & Collagen

Fotos sind in der Abizeitung wie das Salz in der Suppe. Sie lockern nicht nur längere Textblöcke auf, sondern können auch für Unterhaltung sorgen. Auf jeden Fall aber sind sie eine schöne Erinnerung an eure Klassenkameraden und die Schulzeit.

Alte Fotos aus der Schulzeit schaut man sich auch noch Jahre später immer wieder gerne an und kann sie sogar seinen Kindern und Enkelkindern zeigen.

Bei jeglicher Art von abgedruckten Bildern müssen sowohl Inhalt, als auch Qualität stimmen. Ob Steckbrieffotos, Klassenfotos, Fotos von Ausflügen, Projekten oder Vorher-/Nachher-Fotos (Kindheit und Abiturzeit) – Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Die Steckbriefseite jedes Schülers sollte mindestens ein Foto enthalten, damit sie nicht nur aus Text besteht. Ob ihr ein aktuelles Foto, ein Babyfoto, ein Grundschulfoto oder ein Foto in einer anderen Kategorie verwendet, bleibt euch überlassen.

Schön ist es, wenn alle Fotos auf der Steckbriefseite aus derselben Kategorie stammen. Das macht das Ganze einheitlich. Die Foto-Kategorie sollte daher nicht allzu ausgefallen sein. Ein aktuelles Foto hat meist jeder Schüler zu Hand. Zur Not lässt sich auch schnell ein aktuelles Bild knipsen.

Oder veranstaltet ein Fotoshooting. Vorteil: Ich bekommt zumindest die meisten Bilder auf einen Schlag und könnt direkt Einfluss auf die Machart des Fotos nehmen. Eurer gestalterischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Hier könnt ihr euch voll ausleben. Versucht auch hier das Jahrgangsmotto einzubauen und stellt in Anlehnung an euer Thema z.B. entsprechende Requisiten zur Verfügung.

Doch ein Fotoshooting für Bilder in der Abizeitung muss gut organisiert sein. Überlegt euch daher vorher genau, was auf dem Foto zu sehen sein soll, was benötigt wird und wo ihr das Fotoshooting veranstaltet.

Folgende Möglichkeiten stehen euch bei der Bildgestaltung zur Auswahl:

  • Was soll zusehen sein? Kopf, Oberkörper, ganzer Körper oder ein beliebiger Ausschnitt
  • Was für ein Hintergrund wird benötigt? Themenbilder, spezielle Locations, oder ein (selbst gebauter) Blue-/Green-Screen, um Personen später mit einem Bildbearbeitungsprogramm vom Hintergrund freizustellen bzw. den Hintergrund auszutauschen
  • Welche Requisiten benötigen wir? Kostüme, Maske, Beleuchtung
  • Was soll mit aufs Bild? Z.B. spezielle Gegenstände passend zum Abimotto-Thema
  • Was sollen die Abiturienten anziehen? Freie Auswahl, alle in einer Farbe, spezielle Verkleidungen
  • Wie viele Bilder brauchen wir von jedem? Nur ein Personenfoto für den Steckbrief oder mehrere Bilder?
  • Welche Bilder brauchen wir? Steckbrieffotos, Kursfotos, Gruppenbilder, Schüler-Lehrer-Fotos, Pärchenfotos, Stufenfotos, Foto aller Mitwirkenden bei der Abizeitung etc.

Probieren geht über studieren! Bereitet das Fotoshooting sorgfältig vor und lasst euch einige Möglichkeiten offen. So könnt ihr später flexibel reagieren und das beste Fotomotiv auswählen!

Außerdem haben die Fotografierten die Möglichkeit, sich ihre Fotos gleich anzuschauen und ihre Favoriten für die Veröffentlichung in der Abschlusszeitung abzusegnen. So stellt ihr sicher, dass im Nachhinein niemand beschwert, weil er mit seinem Foto unzufrieden ist.

Um beim Fotoshooting möglichst viele Fotos der Schüler zusammenzukriegen, solltet ihr mehrere Fototermine anbieten. Irgendjemand fehlt immer, weil er krank oder anderweitig verhindert ist.

Die  bildtechnische Gestaltung übernimmt das Fototeam in Absprache mit den Layoutern. Damit die Fotos in eurer Abizeitung auch optisch etwas hermachen, muss die Qualität stimmen. Achtet daher auf die richtige dpi-Anzahl der Bilder (mindestens 300 dpi). Dies gilt vor allem bei Fotos, die ihr nicht selbst macht, sondern von den Schülern erhaltet.

Fotos von Internetportalen werden beim Hochladen häufig verkleinert und komprimiert, was natürlich auf Kosten der Qualität geht. Was online noch gut aussieht, kann beim Druck schnell zu körnig wirken. Zwar kann die dpi-Anzahl mit jedem gängigen Grafikprogramm nachträglich erhöht werden, das ändert jedoch nichts an der Bildqualität.

Achtet am besten darauf, dass eure Fotos von Beginn an eine möglichst hohe Auflösung haben. Fordert die Schüler beim Einreichen ihrer Bilder daher auf, auf die dpi-Anzahl zu achten und gespeicherte Fotos nicht aus Internetportalen, sondern im Original abzugeben. Bei den gängigen Digitalkameras und Smartphones ist das kein Problem. Beachtet allerdings, dass die Bildqualität bei eingescannten Fotos problematisch ist und das Ergebnis dann grobkörnig wirken kann.

Grundsätzlich gilt bei allen Bilder, ob aus dem Internet oder aus dem Scanner: Erscheint das Bild in der Vorschau unscharf, wird auch der Druck nicht besser. Prüft daher sorgfältig, ob die Qualität gut genug für den Druck ist.

Liegen alle benötigten Fotos für die Abizeitung vor, habt ihr verschiedene Möglichkeiten, diese in Szene zu setzen.

  • Einzelfotos mit oder ohne Rahmen
  • Galerien
  • Fotocollagen
  • Zeitstrahl (von der Kindheit bis zur Abitur-Zeit)

Wie ihr die Fotos anordnet, bleibt eurer Kreativität überlassen. Wichtiger als die Anordnung sind der Inhalt, bzw. das Motiv und die Qualität. Dann kann praktisch nichts mehr schiefgehen!

Stundenplan

Der Stundenplan ist Jahre später eine hilfreiche Gedächtnisstütze, um sich an den Unterricht und die einzelnen Lehrer zurückzuerinnern.

Nachteil: Innerhalb einer Stufe gibt es sehr viele Stundenpläne, die entsprechend viel Platz in der Abizeitung einnehmen würden. Alle Stundenpläne abzudrucken würde höchstwahrscheinlich zu weit gehen.

Frei nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“, gilt es eine sinnvolle Einbindung der Stundenpläne zu überlegen (falls ihr sie überhaupt einbinden wollt). Eine platzsparende Möglichkeit ist ein kombinierter Stundenplan. Solch ein Durchschnittsstundenplan ist jedoch ein Kompromiss und wenig individuell.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, in der Abizeitung eine leere Stundenplan-Vorlage abzudrucken, in der jeder seinen persönlichen Stundenplan händisch eintragen kann. So erhält jeder Schüler garantiert sein persönliches Erinnerungsstück!

Werbeanzeigen

Die Druckkosten für eine Abizeitung können je nach Umfang und Druckqualität beachtliche Höhen erreichen. Die Refinanzierung über Werbeanzeigen ist da ein willkommenes Mittel, um zumindest einen Teil der Druckkosten zu decken.

Da bekanntlich niemand gerne Werbung liest, müsst ihr ein ausgewogenes Maß zwischen Abizeitungs-Inhalten und Werbeanzeigen finden. Je mehr Seiten eure Abizeitung hat, umso mehr Anzeigen könnt ihr platzieren, umso teuer wird jedoch auch der Druck.

Es mag zwar verlockend sein, durch möglichst viele Anzeigenplatzierungen viel Geld einzunehmen. Müllt die Abizeitung jedoch mit Werbung zu. Wer auf jeder zweiten Seite eine ganzseitige Anzeige findet, ist schnell genervt und verliert die Lust am Lesen.

Besinnt euch daher auf die wahren Inhalte der Abizeitung und setzt Werbeanzeigen wohl dosiert ein. Statt viele kleine und günstige Anzeigen abzudrucken, lohnt es sich, gute und große Anzeigenplätze an finanzstarke Werbepartner zu vermarkten.

Bevor ihr mit der Akquise und dem Verkauf loslegen könnt, müsst ihr euch zunächst auf Anzeigenformate einigen.

Wir empfehlen euch, folgende Anzeigengrößen in eurer Abizeitung zu verwenden:

  • 1 Seite
  • 1/2 Seite im Hochformat & Querformat
  • 1/4 Seite (links bzw. rechts/oben bzw. unten)

Die Redaktion sollte zusammen mit dem Sponsoren-Team überlegen, wie viele Anzeigenplätze in welchen Anzeigenformaten vergeben werden sollen und wie viel Geld ihr insgesamt mit dem Anzeigenverkauf erwirtschaften wollt.

Idealerweise wird bereits jetzt auch das Layout-Team eingebunden, welches die (noch leeren) Anzeigen als Platzhalter ins Layout integriert. Auf diese Weise lässt sich optisch einschätzen, ob die Werbung in einem gesunden Mittelmaß zu den sonstigen Inhalten der Abizeitung steht.

Müssen Anzeigen gekennzeichnet werden?

Redaktionell gestaltete und gegen Entgelt abgedruckte Anzeigen (z.B. in Zeitungen und Zeitschriften) dürfen nicht den Eindruck unabhängiger journalistischer Gestaltung erwecken. Der Anzeigencharakter muss deutlich zu erkennen sein.

Beim Leser darf nicht der Eindruck einer unabhängigen redaktionellen Berichterstattung erweckt werden, obwohl es sich in Wirklichkeit um Anzeigen handelt. Daher ist eine klare Unterscheidbarkeit von redaktionellem Text und Werbung erforderlich.

In § 10 Landespressegesetzt steht zur Kennzeichnung entgeltlicher Veröffentlichungen:

„Hat der Verleger eines periodischen Druckwerks oder der Verantwortliche (§ 8 Abs. 2 Satz 4) für eine Veröffentlichung ein Entgelt erhalten, gefordert oder sich versprechen lassen, so hat er diese Veröffentlichung, soweit sie nicht schon durch Anordnung und Gestaltung allgemein als Anzeige zu erkennen ist, deutlich mit dem Wort „Anzeige“ zu bezeichnen.“

Wir empfehlen euch daher, die Anzeigen deutlich mit dem Wort „Anzeige“ zu kennzeichnen. Eine deutliche Kennzeichnung heißt, dass der Hinweis „Anzeige“ – gemessen an dem Gesamt-Erscheinungsbild der Anzeige – durch Platzierung, Schriftart, -grad und -stärke den Leser bereits bei flüchtiger Betrachtung auf den Anzeigencharakter der Veröffentlichung aufmerksam macht.

Der Gesamteindruck ist entscheidend, wobei die Einzelelemente der Gestaltung, der Anordnung und des Textes der Anzeige zu berücksichtigen sind.

Ein Hinweis im Impressum oder an anderer Stelle ist zur deutlichen Kennzeichnung des Werbecharakters einer Anzeige nicht ausreichend. Achtet daher immer stets eine unmittelbare Kennzeichnung.