Abizeitung Erstellung

Sobald die Redaktion ihren Teil der Arbeit erledigt hat, geht es an die Umsetzung der Inhalte.

Sämtliche Inhalte der Abizeitung, wie Texte, Fotos, Grafiken und Tabellen müssen nun zusammengefügt werden. Diesen Prozess nennt man Text-/Bildintegration. Dabei gibt es einiges zu beachten!

Was müssen wir vor der Erstellung der Abizeitung klären?

Die Erstellung der Abizeitung steht und fällt mit den Inhalten und dem Team. Für die Inhalte ist die Redaktion verantwortlich, das Layout-Team übernimmt den Rest.

Fachkenntnisse und Erfahrung mit Grafik- und Bildbearbeitungsprogrammen sind ebenso wichtig, wie grafisches Verständnis und eine Prise ästhetisches Empfinden. Wählt zuverlässige Leute aus, die sich um das Layout und die Datenaufbereitung für den späteren Druck kümmern.

Geht kein Risiko mit Laien ein, dafür habt ihr keine Zeit. Die Erstellung der Abizeitung nimmt selbst für Profis viel Zeit in Anspruch, setzt eure Zeitplanung daher großzügig an!

Verständigt euch unter Berücksichtigung des Budgets bereits über den groben Umfang und die Gestaltung der Abizeitung. Die Seitenzahl und die Ausführung der Abizeitung haben einen wesentlichen Einfluss auf die Kosten und den Zeitplan.

Folgende Fragen gilt es daher vor der Erstellung zu klären:

  • Welches Format soll die Abizeitung haben?
  • Wie viele Seiten soll die Abizeitung voraussichtlich enthalten?
  • Wie ist das Verhältnis von schwarz-weißen zu farbigen Seiten?
  • Wie wollen wir die Abizeitung an die Druckerei liefern?
  • Wann müssen die Druckdaten fertiggestellt sein?

Wollt ihr in die Abizeitung komplett in Farbe oder nur Schwarz-weiß drucken? Beim Schwarz-weiß-Druck könnt ihr die Bilder gleich im Graustufen-Modus anlegen bzw. abspeichern. Außerdem gibt es beim Schwarz-weiß-Druck eine sehr günstige Methode des Drucks, den Schnelldruck. Allerdings muss bei dieser Druckmethode ein Rand von 1 cm eingehalten werden.

Bevor ihr mit der fertig erstellten Abizeitung an eine Druckerei herantretet, müssen auch folgende Fragen beantwortet sein:

  • Welche Auflage soll eure Abizeitung haben?
  • Auf welchem Papier soll eure Abizeitung gedruckt werden?
  • Welche Bindung soll eure Abizeitung erhalten?
  • Wann muss die Abizeitung spätestens fertig sein?

Soll die Abizeitung z.B. mit Softcover oder Hartcover produziert werden? Hardcover, also Abibücher mit festem Einband machen optisch viel her, kosten jedoch mehr. Eine günstige Alternative ist das Softcover, eine broschierte Variante eurer Abizeitung, deren Einband aus flexiblem Material besteht.

Klärt wichtige Fragen für Layout, Text-/Bildintegration und Druck vorab. Das erspart euch unnötige Arbeitsschritte und damit wertvolle Zeit!

Welche Software sollen wir verwenden?

Zur Gestaltung eines professionellen Layouts empfehlen wir euch eine professionelle Software. Das Layout in Word oder anderen herkömmlichen Textverarbeitungsprogrammen zu erstellen, ist aufgrund der Vielzahl an Bildern, Grafiken und Tabellen eher hinderlich.

Printprodukte, wie die Abizeitung, werden mittlerweile fast ausschließlich mittels DTP produziert. Die Abkürzung DTP steht für Desktop Publishung, also das „Produzieren vom Schreibtisch aus“. Damit ist die Erstellung von Dokumenten mittels eines Computers gemeint, die aus Texten und Bildern bestehen und später als Publikationen, wie zum Beispiel eine Abizeitung, ihre Verwendung finden.

Für einen DTP-Arbeitsplatz benötigt ihr einen Computer (z.B. PC oder Apple Macintosh), einen Großbildschirm als Erfassungsgerät, eventuell noch ein Tisch-Scanner zur Reproduktion von Grafiken und Bildvorlagen, natürlich die entsprechende Software und ggf. noch einen hochauflösenden Drucker (i.d.R. zum Ausdrucken von Korrekturbelegen.

Zu den bekanntesten DTP-Programmen gehören unter anderem InDesign und PageMaker von Adobe, CorelDRAW, QuarkXpress und RagTime. Nachteil: Die Programme sind meist sehr teuer. Aber ihr müsst diese noch gleich kaufen, sondern könnt viele Programme für einen begrenzten Zeitraum als Demoversion kostenlos herunterladen.

In der folgenden Übersicht stellen wir euch einige kostenpflichtige und kostenlose DTP-Programme vor, mit denen ihr eure Abizeitung gestalten könnt:

  • Adobe InDesign: Der Standard für modernes Print- und digitales Publishing mit pixelgenauer Kontrolle über Layout und Typografie. Im Rahmen des kostenlosen Creative Cloud-Abos habt ihr Zugriff auf eine 30-Tage-Testversion von InDesign CC und anderen Kreativprogrammen. Sollten die Zeit nicht ausreichen, kann ein anderes Teammitglied erneut 30 Tage lang testen.
  • QuarkXPress: Kostenpflichtige Software für Layout und Grafikdesign, ähnlich wie Adobe InDesign. Für QuarkXPress gibt es ebenfalls eine voll funktionsfähige 30-Tag-Testversion.
  • Schribus: Kostenlose DTP-Software zur Erstellung von  Layouts für alle Arten von Drucksachen (für Windows und Mac erhältlich).
  • Microsoft Publisher: Gelungenes und umfangreiches Programm für professionelles Desktop-Publishing – auch für Einsteiger! Kann mit Office gekauft oder 30 Tage kostenlos getestet werden.
  • Serif PagePlus: Hilfreiches Programm bei allen Design- und Layoutaufgaben. Die PagePlus Starter Edition gibt es als Gratis-Download!
  • Canvas: Weit entwickelte Zeichensoftware mit vielen Funktionen, die qualitativ mit Adobe Photoshop mithalten kann. Die Software kann 30 Tage kostenlos getestet werden.
  • GIMP: Kostenloses Bildbearbeitungsprogramm, gute Alternative zu Photoshop.
  • CorelDRAW: Komplette Grafiksuite für die professionelle Gestaltung von Bildern, Layouts und Illustrationen. Als 30-tägige, alle Funktionen umfassende Testversion, erhältlich.
  • Inkscape: Kostenlose Alternative zu kommerziellen vektorbasierten Zeichenprogrammen, wie CorelDraw oder Adobe Illustrator.
  • Paint.NET: Freeware-Programm zur schnellen und einfachen Bildbearbeitung, kommt allerdings nicht an GIMP oder Adobe Photoshop heran.
  • VivaDesigner: Gute Layout-Software zum günstigen Preis. Kann als Freeware Edition und Demo Version gratis heruntergeladen werden.
  • RagTime: Komplettes Office-Programm für Tabellenkalkulationen, Textvorlagen, Diagramme, professionelle Layouts etc. Setzt da an, wo Office-Programme an ihre Grenzen stoßen, ist aber nicht ganz so komplex, wie DTP-Prgogramme. RagTime kann 30 Tage kostenlos getestet oder in der abgespeckten Freeware Version heruntergeladen werden.
  • Calamus: Rahmenorientiertes, integriertes Publishing-System. Als LITE Edition 30 Tage lang kostenlos und uneingeschränkt nutzbar.

Das ist nur eine Auswahl an Haupt- und Hilfsprogrammen, die Ihr zur Erstellung eurer Abizeitung nutzen könnt. Für welches Programm ihr euch letztendlich zur Erstellung der Abizeitung entscheidet, bleibt natürlich euch überlassen. Die professionellen DTP-Programme, wie Adobe InDesign, CorelDRAW und QuarkXpress, sind jedoch von Vorteil.

Fragt am besten im Jahrgang nach, ob bereits jemand in Besitz einer oder mehrerer DTP- und/oder Bildbearbeitungssoftware ist. Das setzt euch bei kostenpflichtigen Programm nicht so unter Zeitdruck (Testphase geht i.d.R. nur 30 Tage).

Der Besitzt der Software ist nur eine Sache, der geschulte Umgang darin eine andere. Im Idealfall kombiniert ihr beides sinnvoll, sodass euer Layout-Team sowohl über das nötige Werkzeug, als auch über fachkundige Leute verfügt.

Welches Layout soll die Abizeitung haben?

Eine wesentliche Orientierungshilfe bei der Gestaltung des Layouts für eure Abizeitung ist das Abimotto. Dieses sollte sich als roter Faden sowohl durch die Veranstaltungen, als auch durch Publikationen ziehen.

Unabhängig davon, für welches Layout-Programm ihr euch entscheidet: Die Abizeitung soll den Charakter eures Jahrgangs darstellen und optisch das Abimotto widerspiegeln. Erstellt ein Corporate Design (kurz: CD), also ein Erscheinungsbild, das die einzigartige Identität eurer Stufe unverwechselbar macht.

Dabei gilt es sowohl aus ästhetischen und praktischen Gründen, als auch hinsichtlich Standards einige Dinge zu beachten.

Die ersten Schritte

Setzt euch nach Gründung des Abizeitungs-Komitees zunächst zusammen und überlegt gemeinsam, wie das Layout eurer Abizeitung aussehen könnte.

Eine Hilfestellung sind immer die Abizeitungen älterer Jahrgänge. Holt euch Inspirationen für neue Ideen und deckt Fehler auf, die ihr bei eurer Abizeitung auf jeden Fall vermeiden möchtet. Eine Stärken/Schwächen-Analyse vorangegangener Abizeitungen hilft euch herauszufinden, was ihr in eure Abizeitung aufnehmen und was anders machen wollt. Durch diese Vorgehensweise vermeidet ihr auch, dass ein Jahrgang womöglich dasselbe Abimotto hatte, wie ihr.

Das Titelbild

Das Titelbild ist das erste, was man beim Blick auf die Abizeitung sieht. Es ist somit das Aushängeschild für euren Abiturjahrgang und entscheidet u.a. über den Verkaufserfolg.

Das Cover ist beim Layout eines der wichtigsten Bestandteile, auf das ihr viel Aufmerksamkeit legen solltet. Plant ausreichend Zeit zum Layouten des Titelbilds ein und zeigt, wer ihr seid!

Beachtet, dass das Titelbild einen Bezug zum Abimotto haben sollte und ein prägender Blickfang wird. Stellt euch die Abizeitung z.B. später am Verkaufsstand vor. Sind die Farben ein Knaller? Sind die Motive und Sprüche auch mit etwas Abstand gut zu erkennen?

Vermeidet das Titelbild mit zu vielen Infos und Details zu überladen. Das Abimotto (Text + grafische Umsetzung) ist ein Muss. Zusätzlich könnt ihr auch noch den Namen eurer Schule, das Abschlussjahr (falls nicht bereits im Abimotto integriert) und den Preis der Abizeitung (sofern er bereits feststeht) auf dem Cover abdrucken.

Welche Schriftart ist die beste?

Schriftarten gibt es wie Sand am Meer. Und wo eine große Auswahl zur Verfügung steht, gehen die Geschmäcker auseinander.

Trotz der unzähligen Schriftarten, die euch beim Layout eurer Abizeitung anbieten, solltet ihr die Anzahl der Schriftarten auf zwei bis drei beschränken. Bei zu vielen verschiedenen Schriftarten wirkt das Layout schnell unübersichtlich und aufdringlich für den Leser. Daher gilt: Weniger ist mehr!

Doch welche Schriftart ist für die Abizeitung die beste? Zunächst kommt es auf die richtige Schriftmischung an. Neben kreativen und ästhetischen Zielen, sollten bei der Auswahl der Schriften didaktische Ziele im Vordergrund stehen.

Die Schriftart sollte die Verständlichkeit und Lesemotivation erhöhen, dabei helfen, bestimmte Inhalte schneller zu finden und den Text rasch Querlesen zu können. Grundsätzlich reichen bereits zwei verschiedene Schriftarten aus, um die Texte in eurer Abizeitung übersichtlich zu gliedern. Wichtig dabei ist, dass die Schriftarten dabei harmonieren.

Gut mischbar sind z.B. Schriften aus einer Schriftfamilie, runde und gebrochene Schriften einer Stilepoche, englische Schreibschrift und Klassizistische-Antiqua, sowie serifenlose und Serifenschriften. Ziel der Schriftmischung sollte es sein, einen deutlichen Kontrast im Schriftbild zu erzielen.

Für längere Texte sind gut lesbare Schriftarten, wie Arial und Times New Roman empfehlenswert. Für Überschriften und kürzere Textabschnitte könnt ihr die Optik der Schriftart auch eurem Abimotto anpassen. Comic Sans eignet sich z.B. für ein Comic-Motto, Playbill für ein Cowboy- bzw. Western-Motto. Mit solch auffälligen Schriftarten solltet ihr es jedoch nicht übertreiben. Die Lesbarkeit geht vor Auffälligkeit!

Die gewählte Schriftart kann später als eine Art „Corporate Fonts“ für weitere Veröffentlichungen, wie z.B. Flyer für Abipartys, Einladungen zum Abiball und Webprojekte (z.B. eine eigene Abi-Homepage) genutzt werden.

Neben der Schriftart stehen euch noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, Texte in der Abizeitung zu gestalten. Dazu zählen die Schriftgröße, Schriftfarbe und Schriftauszeichnung.

Was ist die richtige Schriftgröße?

Verwendet ähnlich wie bei den Schriftarten maximal drei verschiedene Schriftgrößen. Ansonsten wird es schwer, noch klare Zusammenhänge zu erkennen.

Werden verschiedene Schriftarten miteinander kombiniert, ist auf eine einheitliche optische Größe zu achten. Ansonsten hängt die richtige Schriftgröße von vielen Faktoren, wie dem Medium, der Lesbarkeit und der Zielgruppe ab.

Für Printmedien, wie die Abizeitung, ist eine Schriftgröße von 9 bis 14 pt gut geeignet. Auch wenn die meisten Leser noch jung sind, sollte die Schriftgröße stets barrierefreihei sein, sprich ein optimales Maß an Lesbarkeit gewährleisten.

Was sind No-Go´s für die Schriftfarbe?

Die Schriftfarbe wirkt sich neben der Schriftart und Schriftgröße stark auf die Lesbarkeit aus. Experimentiert nicht zu viel mit Farben!

Am besten lesbar ist Schwarz auf Weiß, da der Kontrast bei dieser Kombination am größten ist. Grundsätzlich ist nichts gegen den sparsamen Einsatz anderer Schriftfarben einzusetzen. Achtet dabei darauf, dass der Kontrast zwischen Hintergrund und Schriftfarbe groß genug ist und das gesamte Erscheinungsbild (vor allem bei farbigen Hintergründen) nicht zu bunt wirkt.

Gelbe Schrift auf weißem Hintergrund, grüne Schrift auf blauem Hintergrund oder orangefarbene Schrift auf rotem Hintergrund sind ein Gräuel für jedes Auge. Das die PC-Ansicht oft von der Druck-Ansicht abweichen kann, solltet ihr die Schriftfarben vorher einmal ausgedruckt auf Lesbarkeit überprüfen, bevor ihr die Zeitung an die Druckerei weiterleitet.

Was ist bei der Schriftauszeichnung zu beachten?

Schriftauszeichnungen sind dafür da, einzelne Textpassagen gegenüber dem restlichen Text hervorzuheben. Zu den gängigen Schriftauszeichnungen zählen u.a.:

  • Fett bzw. Bold
  • Kursiv
  • Weitere Schriftart
  • Zweite Farbe
  • KAPITÄLCHEN und VERSALIEN
  • S p e r r e n

Ihr könnt den zu hervorhebenden Textabschnitt entweder aktiv auszeichnen, indem ihr ihn z.B. Fett markiert. Das nennt man auch „laute“ Auszeichnung, da die Markierung dem Leser bereits ins Auge sticht, noch bevor er die jeweilige Textstelle beim Lesen erreicht hat.

Die integrierte bzw. „leise“ Auszeichnung hingegen ist zurückhaltender und fällt meist erst dann auf, wenn der Leser die Textstelle erreicht hat (z.B. Kursiv-Schrift).

Die negative Auszeichnung, bei der der gesamte Text in bold und nur das hervorzuhebende Wort bzw. der entsprechende Textabschnitt in einem mageren Schrift-Stil gesetzt wird, ist eher selten anzutreffen. Es zwar für einen gewissen Überraschungseffekt, da diese Schriftauszeichnung nicht den üblichen Erwartungshaltung entspricht, ist jedoch schlechter lesbar.

Bei Schriftauszeichnung durch eine zweite Textfarbe ist für einen guten Kontrast zum übrigen Text und Hintergrund zu sorgen.

Weitere Möglichkeiten der Auszeichnung sind Kapitälchen und Versalien. Versalien sind Großbuchstaben einer Schrift (z.B. ABIZEITUNG), während Kapitälchen Großbuchstaben sind, deren Höhe der Normalhöhe der Kleinbuchstaben entspricht (z.B. ABIZEITUNG). Man könnte sie auch als „kleine Großbuchstaben“ bezeichnen.

Bei Kapitälchen wird zwar alles in Großbuchstaben geschrieben, doch kann innerhalb des Wortes trotzdem zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden werden (z.B. Abizeitung).

Ein dezentes Auszeichnen von Text ist durch gesperrte Auszeichnung möglich. Sperren beschreiben die Vergrößerung der Abstände zwischen den einzelnen Buchstaben durch Leerzeichen (z.B. A b i z e i t u n g).

Euch stehen somit viele Möglichkeiten zur Verfügung, euren Text zu gestalten. Waghalsige Experimente mit Schriftarten und Schriftgrößen müssen nicht immer sein. Mit kursiv oder Sperren ist eine zurückhaltendere Auszeichnung von Text innerhalb einer Abizeitung möglich.

Und was ist mit Unterstreichungen? Diese solltet ihr nur dann verwenden, wenn wirklich keine anderen Möglichkeiten der Auszeichnung gegeben sind. Auch mit Versalien und Kapitälchen solltet ihr sparsam umgehen. Diese eignen sich nur für einzelne Wörter und kürzere Textpassagen (t.B. Überschriften), da ansonst die Lesbarkeit darunter leidet.

Auch die Auszeichnung durch mehrere Farben und der Einsatz verschiedenen Schriftarten zur Unterscheidung bzw. Hervorhebung einzelner Absätze sollte nur sehr sparsam und gut abgestimmt eingesetzt werden.

Weitere Tipps zur Textgestaltung in der Abizeitung

Die großen typografischen Elemente, wie Schrift, Schriftwahl, Schriftmischung haben wir bereits behandelt. Doch auch die mikrotypografische Aspekte, wie den korrekten Einsatz von Zahlen, Bindestrichen etc. muss bei der Erstellung der Abizeitung berücksichtigt werden.

Daher haben wir für euch noch einige Tipps zusammengefasst:

  • Ziffern im Fließtext: Mediävalziffern bzw. Minuskelziffern verwenden. Sie haben eine Ober- und Unterlängen wie Kleinbuchstaben und variable, der Zeichenform angepasste Dicken und fügen sich daher harmonisch in Fließtext ein.
  • Ziffern außerhalb des Fließtextes (z.B. in Tabellen): Normalziffern bzw. Versalziffern mit gleicher Ziffernhöhe verwenden („stehen“ auf der Schriftlinie)
  • Telefon- und Faxnummern: Von rechts in Zweiergruppen gliedern (z.B. 0 12/ 34 56 78).
  • Anführungsstriche: Die sog „Gänsefüßchen“ immer mit erstem Gänsefüßchen unten links beginnen und mit dem zweiten oben rechts schließen. Schicke Variante: Guillemets (« eckige Klammern »). Beides nur sparsam verwenden! Alternativ Wort/Textpassage kursiv setzen.
  • Bindstrich (-): Kürzer als der Gedankenstrich. Wird als Trennstrich am Zeilenende, zur Trennung des Datums, zur Zusammensetzungen von Buchstaben und Ziffern, als Koppelungsstrich (z.B. bei Straßennamen) oder zur Verdeutlichung von Zusammensetzungen (z.B. Abitur-Abschlussfahrt statt Abiturabschlussfahrt).
  • Gedankenstrich (–): Länger als der Bindestrich. Wir zur Trennung von – häufig ideenreichen  – Gedanken, als „Bis“- und „Strecken“-Strich (z.B. 2009 – 2014), als Gedankenstrich in Wortgruppen, bei Gegenüberstellungen,  zur Kennzeichnung von Pausen, als Spiegelstrich in Listen, als Minus- und Auslassungszeichen oder zwischen Interpret und Titel verwendet.
  • Trennungen: Auf korrekte Silbentrennung achten und nicht mehr als 3 bis 4 Trennungen in Folge. Keine Trennung von Überschriften,  Abkürzungen, sowie zwischen Zahl und zugehörigem Wort. Die Trennung über Seitengrenzen hinweg gilt es ebenso zu vermeiden, wie dass zwei gleiche Silben untereinander stehen.
  • Zeilenabstand: Je länger die Textzeile, umso größer sollte der Zeilenabstand sein. Der Zeilenabstand sollte immer deutlich größer als der Wortabstand gewählt werden (Standard-Zeilenabstand: 120 Prozent der verwendeten Zeichengröße). Bei einer Schrift, die in 10 pt gesetzt ist, wäre das ein Abstand von 12 pt. Bei schwer verständlichen Texten empfiehlt es sich den Zeilenabstand auf 130 Prozent zu vergrößern.
  • Zeilenlänge: Weder zu lang, noch zu kurz wählen. Sie ist optimal, wenn der Lesefluß nicht zu oft abgebrochen wird und das Auge beim Umwechseln die nächste Zeile ohne Irritation wiederfindet. Bei kurzen Zeilen Blocksatz vermeiden.
  • Schriftsatzarten: Bezeichnen die Ausrichtung der Zeilen zueinander. Die bekanntesten Schriftsatzarten sind ungleichmäßiger Schriftsatz (Flattersatz) und der symmetrische Blocksatz mit gleicher Zeilenbreite. Bei einem idealen Flattersatz sollten die Zeilenlängen optisch rhythmisch sein, also sich in ihrer Länge abwechseln. Der Blocksatz eignet sich für Zeilenlängen von 45 – 75 Buchstaben, für kürzere Zeilen ist er eher ungeeignet. Textlöcher und zu viele Trennungen hintereinander sind zu vermeiden. Der Blocksatz sollte immer noch händisch nachbearbeitet werden.
  • Textausrichtung: Hier wird zwischen linksbündigem, rechtsbündigem und zentriertem Text unterschieden. Standard ist die rechtsbündige Textausrichtung. Der zentrierte Satz (Axialsatz) eignet sich hautpsächlich für kurze Texte und ist z.B. bei Gedichten, Überschriften etc. sinnvoll.

Wie bearbeiten wir die Bilder für die Abizeitung?

Ob Steckbriefbilder, Klassenfotos oder Bilder von Projektwochen und Ausflügen – Bilder sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Abizeitung. Damit sie nach dem Druck auch gut zur Geltung kommen, müsst ihr bei der Bildbearbeitung einige Dinge beachten.

Sobald euch die Bilder vorliegen, solltet ihr diese zunächst in einem Bildbearbeitungsprogramm (z.B. Adobe Photoshop) öffnen und hinsichtlich der Bildqualität prüfen. Dies gilt sowohl für Bilder, die ihr bereits als digitale Datei erhalten, als auch für Bilder, die ihr zuerst einscannen müsst.

Jedes Bild – egal ob farbig oder schwarz-weiß – , das ihr in der Abizeitung abdrucken wollt, sollte eine Auflösung von 300 dpi aufweisen. Die Abkürzung dpi steht für „dots per inch“ und beschreibt die Punktedichte eines Bildes. Je niedriger die Punktedichte, umso pixeliger wirkt das Bild.

Zwar sind viele Bilder mit 150 dpi auch noch druckbar, jedoch ist die Qualität schlechter. Bilddaten unter 150 dpi haben nach dem Druck immer eine sehr schlechte Bildqualität. Bilder aus dem Internet verfügen i.d.R. immer über 72 dpi, was für Online-Medien vollkommen ausreichend, für den Druck aber viel zu wenig ist. Vermeidet es also, einfach Bilder aus dem Internet zu kopieren, ohne vorher die Auflösung zu überprüfen.

Damit das Bild weiterhin scharf bleibt, müssen Dateigröße und Auflösung miteinander in Beziehung stehen. Für euch bedeutet das: Ihr könnt das Bild nach dem Einfügen zwar verkleinern, aber nicht mehr vergrößern. Würdet ihr ein Bild mit niedriger Auflösung einfach auf 300 dpi hochrechnen, würde das Bild pixelig werden. Woher soll das Programm auch wissen, womit es die restlichen Pixel „füllen“ soll?

Wird die Bildauflösung auf 300 dpi erhöht, muss somit die Dateigröße entsprechend verkleinert werden, um die Bildqualität beizubehalten. Die Einstellung 300 dpi ist als benötigte Standard-Auflösung für den Druck unbedingt einzuhalten und muss auch beim Scannen beachtet werden.

Eine hohe Auflösung ist gut, allerdings sollte der Maximalwert 360 dpi nicht überschreiten, da sonst der Gesamtfarbauftrag zu hoch wird.

Als Faustregel könnt ihr euch merken: Teilt die z.B. in Photoshop angezeigte Pixelzahl der Breite und Höhe  je durch 100 und ihr erhaltet den Wert für das größtmögliche verlustfreie Ausgabeformat im Druck in cm. Wenn ihr also eine Datei mit 2.000 x 1.000 Pixel habt, kann das Bild in der Größe 20 x 10 cm noch gut gedruckt werden.

Welcher Farbmodus: RGB oder CMYK?

Die meisten Bilder auf dem Computer sind im Farbschema RGB. Für den Druck ist das jedoch nicht der optimale Farbmodus. Besser ist der CMYK-Farbmodus, der für die Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black steht und mit dem alle industriellen Druckmaschinen arbeiten.

Sofern euch digital fotografierte Bilder im RGB-Farbmodus vorliegen, müssen sie vor der Gestaltung zuerst in den CMYK-Farbraum konvertiert werden. Allerdings beinhaltet der CMYK-Farbraum weniger Farbtöne als der RGB-Farbraum. Daher können nicht alle Farben, die auf dem Bildschirm dargestellt werden, auch drucktechnisch 1:1 reproduziert werden.

RGB-Farben, wie Orange-, Grün- und leuchtende Blautöne werden im CYMK-Modus beispielsweise anders abgebildet. Während ein strahlendes Blau in RGB auf dem Monitor leuchtend dargestellt wird, ist es in CMYK i.d.R. nicht druckbar.

Um unliebsame Überraschungen durch Farbverschiebungen zu vermeiden, legt ihr die Bilder und Farbseiten daher am besten von Anfang an im CMYK-Modus an. So könnt ihr sicherstellen, dass die ursprünglichen Farben auch beibehalten werden und sich nicht durch irgendwelche Konvertierungen verändern. Am Monitor seht ihr dann direkt, was später gedruckt wird.

Zwar ist es theoretisch möglich, im RGB-Format abgespeicherte Dateien erst vor dem Druck in der Druckerei in CMYK umzuwandeln. Dabei kann es jedoch zu unerwünschten Farbabweichungen kommen.

Hier kann es erforderlich sein, weitere Anpassungen an den Farben und Tonwerten vorzunehmen. Prüft insbesondere die Belichtung und Tiefen des Bildes. Über die Einstellungsebenen „Tonwertkorrektur“, „Gradationskurven“ oder „Farbton/Sättigung“ lassen sich die erforderlichen Korrekturen vornehmen. Bei diesen sollte es sich nur um geringfügige Änderungen handeln.

Welcher Farbmodus bei Schwarz-weiß Bildern und Texten?

Wollt ihr Bilder und/oder Seiten der Abizeitung in schwarz-weiß gestalten, solltet ihr diese im Graustufen-Modus anlegen bzw. abspeichern. Das gilt auch für schwarz-weiß-Fotos in einem farbigen Innenteil.

Im CMYK-Modus abgespeicherte schwarz-weiß Bilder können bei schwarze Flächen einen grünlichen oder bläulichen Schimmer hinterlassen.

Welches Dateiformat für Bilder verwenden?

JPG, PNG, TIF, BMP oder GIF? Es gibt viele Bildformate, deren Eigenschaften für den Druck der Abizeitung Vor- und Nachteile haben.

Damit beim Abspeichern der Bilder kein Qualitätsverlust entsteht, solltet ihr diese im Format JPG mit maximaler Qualität (12) in der Format-Option „Baseline (Standard) oder als PNG abspeichern.

Der große Vorteil des JPG-Formats ist die hohe Kompression der Bilddaten. Der Nachteil: Diese Kompression ist teilweise verlustbehaftet! Deshalb sind ausschließlich hochaufgelöste Bilder (in optimalster Qualität gespeichert), für den Druck in der Abizeitung geeignet. Es ist also sehr wichtig, beim Speichern der Bilder im JPG-Format die richtigen Einstellungen vorzunehmen.

Im Gegensatz zum JPG-Format unterstützt das PNG-Format lossless compression. Die Bilder lassen sich also ohne Qualitätsverlust komprimieren. Die Dateigröße wird zwar kleiner, das Bild hat aber immer noch dieselbe Qualität.

Das TIF-Format ist ebenfalls ein geeignetes Format zur Speicherung von Bilddaten. Die Datenübernahme ist bei hochauflösenden Bildern problemlos. Allerdings wird die Datenmenge, genauso wie beim PSD-Format, sehr groß. Die PDF-Datei der kompletten Abizeitung könnte am Ende unter Umständen zu groß für die Datenübertragung an die Druckerei werden.

Das EPS-Format eignet sich ebenfalls für den Druck und vor allem für euer Abimotto: Vorteil: Man kann das Logo freistellen und dann im Layout-Programm z.B. auf einen farbigen Hintergrund setzen. Da das Motiv freisteht, habt ihr keinen hässlichen weißen Kasten um das Motiv.

Das GIF-Format hingegen ist wegen der meist geringen Auflösung nicht zum Druck geeignet. BMP-Dateien, sowie stark komprimierte JPGs sind ebenfalls NICHT zum Druck geeignet.

Hebt die Quelldateien der Bilder (z.B. PSD-Dateien für Photoshop) natürlich trotzdem auf, um das Bild später ggf. noch bearbeiten zu können. Speichert Grafiken, die ihr in unterschiedlichen Größen benötigt (z.B. das Abilogo), immer in einem vektorbasierten Format wie SVG ab. Daher lassen sie sich verlustfrei verkleinern oder vergrößern.

Welches Dateiformat für Texte?

Artikel, Berichte und sonstige Texte, die ihr für die Abizeitung sammelt, werden oft im Word-Format (*.doc) abgespeichert. Die Dateiendung und Textformatierung spielt jedoch keine Rolle, da das Layout der gelieferten Texte ohnehin in einem Layout-Programm angepasst wird.

Grundsätzlich könnt ihr den Text auch als reine Textdateien (*.txt) ohne jegliche Formatierung abspeichern. Zwar könnt ihr in Word auch Formatierungen zur Strukturierung des Textes nutzen, allerdings ist das keine Garantie, dass diese beim Öffnen in einem Layout-Programm auch übernommen werden. In aller Regel ist das auch nicht erwünscht, da das Layout-Team Anordnung des Textes, Schriftart, Schriftgröße etc. vorab definiert.

Importiert die Texte am besten unformatiert und passt sie nach euren Vorstellungen an. Bevor sich jemand Mühe macht: Informiert alle mitwirkenden Autoren, dass die Formatierung egal ist bzw. das keine Formatierungen verwendet werden sollen.

Wie Bilder und Texte integrieren?

Im Rahmen der Text-/Bildintegration werden sämtliche Bilder und Texte für die Abizeitung zusammengefügt.

Hierfür benötigt ihr ein professionelles Layout- und Satzprogramm für Desktop Publishing, wie z.B. Adobe InDesign. Dort könnt ihr eure gesamte Abizeitung gestalten.

Erstellt hierfür ein neues Dokument, welches ggf. mit Doppelseiten versehen und bereits mit einer bestimmten Seitenanzahl geöffnet wird. Beachtet, dass vier Seiten für den Umschlag (Außen-/Innenseite vorne und hinten) benötigt werden.

Was sind Masterseiten?

Mithilfe von Masterseiten bzw. Musterseiten erspart ihr euch bei der Gestaltung eurer Abizeitung viel Zeit. Die Masterseiten werden z.B. in InDesign angelegt und mit fest verankerten Objekten versehen (z.B. Kopf- und Fußzeilen, Layoutführungslinien und Seitenzahlen).

Layout-Änderungen auf der Masterseite, werden automatisch auf alle anderen Seiten übernommen. Definiert für die Masterseite Elemente, die auf allen Seiten enthalten sein sollen und ihr müsst für eine Änderung nicht mehr jede Seite einzeln anpassen.

Ihr könnt auch mehrere Masterseiten für einen vielfältigeren Publikationsentwurf erstellen (z.B. eine Masterseite für alle Steckbriefe, eine für alle Kursberichte etc.). Mehrere Masterseiten bieten eine Vielzahl von Layouts, die ihr auf beliebigen Seiten in der Abizeitung anwenden könnt. Außerdem könnt ihr die Masterseite auch ignorieren und einzelnen Seiten ein individuelles Layout verpassen.

Es lohnt sich also, Zeit in den Entwurf von Masterseiten für die Abizeitung einzusetzen. Da die auf der Masterseite definierten Elemente auf den Layoutseiten fest verankert sind, ist versehentliches Löschen oder Verschieden ausgeschlossen.

Mit Hilfslinien und Rastern arbeiten

Ein einheitliches Layout ist ein wichtiges Qualitätskriterium bei der Layout-Erstellung eurer Abizeitung. Das heißt nicht, dass jede Seite identisch aussehen muss. Jedoch empfiehlt es sich, die Masterseiten (z.B. für Berichte und Steckbriefe) in einem einheitlichen Design anzufertigen.

Hilfslinien helfen euch dabei, das Layout der Seiten in einen homogenen Rahmen zu bringen. Bei Hilfslinien handelt es sich um eine gradlinige Zeichenhilfe, die horizontal oder vertikal verlaufen kann.

Die Orientierungslinien dienen als Unterstützung bei der präzisen Platzierung von Bildern oder Elementen. Begrenzt mit Hilfslinien z.B. den Satzspiegel und markiert den Sicherheitsabstand zum Rand. Auch könnt ihr an den Hilfslinien die Position für Fotos, Grafiken und Textrahmen ausmachen.

Die Hilfslinien sind nicht Teil der eigentlichen Abizeitung. Sie werden als über dem Bild liegende Linien angezeigt, die nicht gedruckt werden können. Ihr könnt die Hilfslinien verschieben, entfernen und sperren, sodass ihr diese nicht aus Versehen verschiebt.

Bei der Ausrichtung von Formen, Slices und Auswahlbereichen helfen euch sog. Intelligente Hilfslinien. Sie werden automatisch angezeigt, sobald ihr eine Form zeichnet oder eine Auswahl bzw. ein Slice erstellen. Auch die intelligenten Hilfslinien können bei Bedarf ausgeblendet werden.

Falls ihr mehrere Elemente in eurer Abizeitung symmetrisch anordnen möchtet, ist das Raster ein nützliches Werkzeug. Es wird standardmäßig mit nicht druckbaren Linien angezeigt, kann aber auch Punkten dargestellt werden.

Hilfslinien, Intelligente Hilfslinie und Raster können in Adobe Photoshop über „Ansicht“ > „Einblenden“ > „Hilfslinien“, „Intelligente Hilfslinie“ oder „Raster“ eingeblendet werden.

Dr. Abi Tipp: Weitere Informationen zum Positionieren von Hilfslinien mit Adobe Photoshop.

Spalten

Spalten sind neben wertvollen Hilfslinien und Rastern eine weitere Hilfe beim Layout eurer Abizeitung. Sie unterstützen euch beim präzisen Platzieren von Bildern oder Elementen.

Um die Spalteneinstellungen für eine Seite eurer Abizeitung zu ändern, wechselt ihr zu dem gewünschten Druckbogen oder wählt im Seitenbedienfeld einen Druckbogen bzw. eine Seite aus.

Ähnlich wie bei den Hilfslinien, könnt ihr die Einstellungen für die Spalten auch für die gewünschten Masterseiten definieren. Um die Spalteneinstellungen für mehrere Seiten zu verändern, wählt ihr diese Seiten im Seitenbedienfeld oder eine Masterseite aus, mit der die zu ändernden Seiten gesteuert werden.

Stellt unter „Layout“ > „Ränder und Spalten“ die „Stege“ und „Spalten“ ein und klickt anschließend auf „OK“. Mit den eingegebenen Werten für „Stege“ bestimmt ihr die Abstände der Randhilfslinien von den Kanten der Seite. Sofern ihr im Dialogfeld „Neues Dokument“ oder „Dokument einrichten“ die Option „Doppelseite“ aktiviert habt, ändern sich die Namen der Ränderoptionen von „Links“ und „Rechts“ zu „Innen“ und „Außen“, sodass ihr einen zusätzlichen Bundsteg für die Bindung festlegen könnt. Unter „Spalten“ legt ihr die Spaltenanzahl fest.

Wenn ihr bei eurem Layout mehrere Spalten auf einer Seite einrichten wollt, werden zwischen den Spalten jeweils zwei Spaltenhilfslinien angezeigt. Sobald ihr eine dieser Spaltenhilfslinien zieht, verschiebt sich automatisch auch die zugehörige andere Hilfslinie. Der Abstand zwischen den Spaltenhilfslinien entspricht dabei dem zuvor angegebenen Wert für den Steg. Dieser Wert bleibt beibehalten, sodass beide Hilfslinien immer gemeinsam verschoben werden.

Hinweis: Innerhalb eines Textrahmens ist es nicht möglich, für Text Spalten mit ungleicher Spaltenbreite zu erstellen. Stattdessen könnt ihr verkettete Textrahmen mit unterschiedlicher Spaltenbreite erstellen und diese nebeneinander anordnen.

Wechselt hierfür zu der (Master)seite, die ihr ändern möchtet. Sollten die Spaltenhilfslinien gesperrt sein, wählt unter „Ansicht“ > „Raster und Hilfslinien“ > „Hilfslinien sperren“, um diese Option wieder zu deaktivieren. Zieht jetzt mit dem Auswahl-Werkzeug eine Spaltenhilfslinie. (Diese Linie kann nicht über eine benachbarte Spaltenhilfslinie oder über den Seitenrand hinaus gezogen werden.)

Dr. Abi Tipp: Ihr wollt Spalten mit ungleichmäßigen Bundstegen erstellen? Dann legt Linealhilfslinien mit gleichmäßigen Abständen an und zieht die einzelnen Hilfslinien dann an die gewünschte Position. Hier findet ihr mehr Tipps zum Erstellen von Linealhilfslinien in Adobe Photoshop.

Seitenzahlen einfügen

Seitenzahlen dürfen in eurer Abizeitung keinesfalls fehlen. Sie sind äußerst nützlich, um beim Lesen schnell bestimmte Inhalte zu finden und den Überblick zu behalten.

Besonders empfehlenswert ist die Kombination aus Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen. Im Inhaltsverzeichnis gebt ihr dem Leser zunächst einen Überblick über die Inhalte der Abizeitung. Anhand der nebenstehenden Seitenzahlen kann er schnell und bequem die gewünschte Seiten finden. Eine vernünftige Seitennummerierung ist praktisch, bringt Ordnung in die Abizeitung und zudem simpel umzusetzen.

Seitenzahlmarken werden im Allgemeinen den Masterseiten hinzugefügt. Dabei könnt ihr eingeben, an welcher Stelle sich die erste Seite befinden soll. Die Seitenzahl 1 sollte immer die rechte Seite nach dem Aufschlagen sein, da diese als Innenteil gedruckt wird und nicht mehr zum Umschlag gehört. Allerdings wird die erste Seite meist noch nicht mit einer (sichtbaren bzw. abgedruckten) Seitenzahl versehen.

Seitenzahlen auf Musterseiten nummerieren automatisch sämtliche Seiten durch, auf die die jeweilige Musterseite angewendet wird. Die lästige Arbeit, jede einzelne Seite per Hand mit einer Seitenzahl zu versehen, bleibt euch somit erspart.

Und was passiert bei Seitenzahl-Änderungen? Werden auf Dokumentseiten eurer Abizeitung Musterseiten angewendet, wird die Seitennummerierung automatisch aktualisiert, ähnlich wie dies bei Kopf- und Fußzeilen der Fall ist. Auch beim Verschieben und Tauschen von Seiten werden die Seitenzahlen automatisch korrigiert.

Ihr könnt den Seiten eurer Abizeitung eine Marke für die aktuelle Seitenzahl hinzufügen, um damit die Position und das Aussehen einer Seitenzahl festzulegen. Anschließend werden alle Dokumentenseiten, auf die die Masterseite angewendet wird, durchnummeriert.

Da die Seitenzahlmarken automatisch aktualisiert werden, ist die angezeigte Seitenzahl stetts korrekt, auch ihr Seiten in das Dokument einfügt, daraus entfernt oder neu anordnet. Es wird immer die korrekte Seitenzahl für alle Abschnitte des Dokuments angezeigt, auf die die Masterseite angewendet wird. Sollen ausgewählte Seiten keine Seitenzahl erhalten, aber trotzdem als Seite zählen, erhalten sie einfach nicht den Seitenzahlen-Master.

Die Seitenzahlmarken lassen sich wie Text formatierten. Ihr könnt die Marke bzw. den Textkasten beliebig verschieben und die gewünschten Größe und Schriftart festlegen. Die getroffenen Einstellungen gelten natürlich alle für die Masterseite!

Da die Abizeitung später in der Druckerei meist auf Bögen gedruckt wird, auf die jeweils 4 Bögen passen, müss die Gesamtanzahl an Seiten (mit oder ohne Umschlag) immer durch zwei teilbar sein. Bei Klammerhaftung sogar durch 4! Bei ungeraden Seitenzahlen, die nicht durch 2 bzw. 4 teilbar sind, werden beim Druck zusätzliche leere weiße Seiten entstehen.

Zählt daher nach Fertigstellung eurer Abizeitung unbedingt alle Seiten nach. Sollten noch Seiten fehlen, damit die Gesamtanzahl durch vier teilbar ist, könnt ihr noch Extra-Seite integrieren. Das ist immer noch besser, als leere Seiten in der Abizeitung zu haben (siehe weiter unten „Womit leere Seiten füllen?“)

Dr. Abi Tipp: Hier findet ihr weitere Tipps & Infos zum Hinzufügen einer einfachen Seitenummerierung in Adobe InDesign.

Zeit sparen mit Textformaten

Sobald ihr sämtliche gesammelten Texte in das Layout-Programm (z.b: Adobe InDesign) eingestellt habt, könnt ihr beginnen, den Text zu formatieren. Zur Formatierung gehören u.a. Schriftarten für Fließtext und Überschriften, Zeilenabstände und Absätze. Mit Absatz- und Zeichenformaten lässt sich bei diesem Schritt viel Zeit sparen.

Zeichenformate sind eine Sammlung von Attributen zur Formatierung von Zeichen, die ihr in nur einem Schritt auf den Text anwenden könnt. Absatzformate umfassen Attribute für die Zeichen- UND die Absatzformatierung. Sie können auf einen oder mehrere Absätze angewendet werden.

Absatz- und Zeichenformate lassen sich auch unter dem Begriff Textformate“ zusammenfassen. Sobald ihr die Attribute eines Formats ändert, wird der gesamte Text, auf den das jeweilige Format angewendet wurde, mit dem neuen Format aktualisiert.

Standardmäßig enthält bereits jedes neue Dokument ein einfaches Absatzformat, das auf den Text angewendet wird, den ihr schreibt. Ihr könnt dieses Format zwar bearbeiten, aber nicht umbenennen oder löschen. Nur die von euch erstellten Formate können umbenannt und gelöscht werden. Zudem habt könnt ihr auch ein anderes Standardformat auswählen, das auf den Text angewendet werden soll.

Zeichenformate enthalten im Gegensatz zu Absatzformaten nur einige Formatierungsattribute des ausgewählten Textes. Erstellt ein Zeichenformat, damit z.B. InDesign nur die Attribute in das Format aufnimmt, die sich von der Formatierung des ausgewählten Texts unterscheiden.

Die Erstellung eines Zeichenformats gibt euch die Möglichkeit, beim Anwenden auf einen Text nur aufgewählte Attribute, wie die Schriftfamilie oder den Schriftgrad, zu ändern. Alle anderen Attribute werden nicht berücksichtigt. Wenn ihr dem Format weitere Attribute hinzufügen möchtet, könnt ihr das Format entsprechend bearbeiten.

Desweiteren könnt ihr mit der Funktion „Nächstes Format“ bereits bei der Texteingabe automatisch Formate anwenden. Soll in eurem Dokumentlayout beispielsweise nach dem Format „Überschrift 1“ das Format „Haupttext“ folgen, könnt ihr unter „Nächstes Format“ für „Überschrift 1“ das Format „Haupttext“ definieren. Gebt ihr anschließend einen Absatz mit dem Format „Überschrift 1“ ein und drückt dann die Eingabetaste bzw. den Zeilenschalter, wird der nächste Absatz automatisch mit dem Format „Haupttext“ formatiert.

Wenn ihr zum Anwenden eines Formats auf zwei oder mehr Absätze das Kontextmenü verwendet, kann das übergeordnete Format auf den ersten Absatz und das nächste Format auf die folgenden Absätze angewendet werden. Wählt zur Verwendung der Funktion „Nächstes Format“ beim Erstellen oder Bearbeiten eines Formats einfach ein Format im Menü „Nächstes Format“ aus.

Sofern ihr Absatzformate und Zeichenformate verwenden möchtet, müsst ihr jeweils unterschiedliche Bedienfelder benutzen:

  • Zeichenbedienfeld öffnen: Wählt unter „Schrift“ > „Zeichenformate“ oder klickt auf die Registerkarte „Zeichenformate“ auf der rechten Seite des Anwendungsfensters. Über das Zeichenformatebedienfeld könnt ihr Zeichenformate erstellen, benennen und auf Text in einem Absatz anwenden.
  • Absatzbedienfeld öffnen: Wählt unter „Schrift“ > „Absatzformate“ oder klickt auf die Registerkarte „Absatzformate“, die standardmäßig auf der rechten Seite des Anwendungsfensters angezeigt wird. Über das Absatzformatebedienfeld könnt ihr Absatzformate erstellen, benennen und auf Absätze anwenden. Formate werden mit einem Dokument gespeichert und bei jedem Öffnen des Dokuments im Bedienfeld angezeigt.

Absatz- und Zeichenformate sind äußerst flexibel und vielfältig: Ihr könnt neue Formate hinzufügen, konvertieren (von Word-Formaten in InDesign-Formate), bearbeiten, löschen und in ausgewählten Textpassagen von ihnen abweichen.

Das erspart euch viel Zeit beim Gestaltungsprozess eurer Abizeitung. Solltet ihr später feststellen, dass die Überschriften zwei Punkte größer sein sollen, braucht ihr nicht jede Seite einzeln zu bearbeiten, sondern könnt einfach die Formatsvorlage ändern – Und schon werden alle Überschriften, auf welche die Formatsvorlage angewendet wird, automatisch verändert.

Dr. Abi Tipp: Hier findet ihr weitere Infos & Tipps zu Absatz- und Zeichenformaten in Adobe InDesign.

Womit leere Seiten füllen?

Je nachdem, ob die gesamte Seitenanzahl eurer Abizeitung durch zwei oder vier teilbar sein muss, kann es sein, dass ihr zum Schluss noch einige leere Seiten füllen müsst. Doch womit?

Auch wenn die Zeit knapp ist: Fast alles ist besser, als eine rein weiße Seite! Im Idealfall macht ihr euch bereits im Vornherein Gedanken, welche redaktionellen Inhalte sich dafür eignen würden. Sie sollten natürlich nicht schon vorher fester Bestandteil der Abizeitung sein, da es immer noch sein kann, dass sie nicht abgedruckt werden.

Verschwendet daher nicht allzu viel Zeit für potentielle Inhalte für eventuelle leere Seiten. Eine Idee wäre z.B. leere Seiten mit handgeschriebenen Unterschriften aller Abiturienten zu füllen. Auch ein handgemaltes Bild (z.B. von der Schule) macht sich auf einer Doppelseite sehr gut – Wenn es euch als „Lückenfüller“ nicht ohnehin zu schade ist. Oder ihr verwendet Inhalte, die zu spät geliefert wurden oder aus Platzmangel nicht im Hauptteil der Abizeitung abgedruckt werden konnten.

Eine weitere Idee wäre noch spontan einen Anzeigenkunden zu akquirieren. Eine Anzeige füllt nicht nur leere Seiten, sondern auch eure Abikasse! Sollte die Zeit dafür nicht mehr reichen, könnt ihr anderen etwas Gutes tun und einen Anzeigenplatz spenden (z.B. an eine gemeinnützige Organisation).

Es gibt zahlreiche Einrichtungen, Aktionen und Kampagnen, die Bedürftigen helfen und sich mit Sicherheit über eure Unterstützung freuen. Wohltätigkeit spült zwar kein Geld in die Kasse, öffnet aber das Herz!

Was gilt es von der rechtlichen Seite zu beachten?

Wie bereits im inhaltlichen Teil erwähnt, habt ihr bei der Arbeit an der Abizeitung Pressefreiheit. Diese darf jedoch nicht mit dem Persönlichkeitsrecht einzelner Personen kollidieren.

In der Vergangenheit wurde in der Presse immer wieder von Konflikten bis hin zu Gerichtsverfahren aufgrund von strittiger Bemerkungen in Abizeitungen und Abibüchern berichtet. Betroffene Schüler und Lehrer fühlen sich durch unüberlegte Äußerungen und Behauptungen beleidigt, gemobbt, verunglimpft und verletzt.

Was auf dem Schulhof leider in vielen Fällen zur traurigen Normalität geworden ist, darf in der Abizeitung keinen Platz haben. Achtet insbesondere bei der Darstellung von Einzelpersonen (z.B. in Personenbeschreibungen bzw.
Steckbriefen) auf eine wohl überlegte und Wortwahl.

Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr selbst Beschreibungen, wie „Streber“, „Außenseiter“, „Einzelgänger“ oder „Arschkriecher“ harmlos findet oder nicht. Entscheidend ist, was der Betroffene davon halten dürfte. Versetzt euch in seine Lage und wägt ab, ob ihr selbst so beschrieben werden wollen würdet.

Euer Abschlussjahr ist ein Grund zum Feiern und sollte keine (juristischen) Außeinandersetzungen provozieren. Das gilt sowohl für Schüler, als auch für Lehrkräfte, die Schulleitung und die Schule im Allgemeinen. Die Redaktion der Abizeitung hat die Aufgabe, den schmalen Grad zwischen objektiver Kritik und Beleidigung oder Bloßstellung und Demütigung zu erkennen und ggf. rechtzeitig einzugreifen.

Falls nicht, kann dies ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Schlimmstenfalls müsst ihr mit einer Verleumdunungsklage, Strafanzeige oder eine Unterlassungserklärung seitens Schulleitung mit Verbreitungsverbot der Abizeitung oder gar der Absage des Abiballs rechnen. Auch könnten einzelne Lehrer, die sich angegriffen fühlen, den Abi-Feierlichkeiten fernbleiben und für eine konfliktgeladene Stimmung sorgen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Nachträgliche Entschuldigungen nützten oftmals kaum noch etwas, schließlich ist die Abizeitung bereits abgedruckt. Achtet also im Vornherein auf potentiell beleidigende Äußerungen in der Abizeitung und formuliert diese ggf. um.

Das Persönlichkeitsrecht ist zu wahren, was nicht bedeutet, dass ihr keinerlei Kritik äußern dürft. Natürlich habt ihr Presse- und Meinungsfreiheit und müsst die Wahrheit nicht verschweigen. Gegen objektive kritische Äußerungen ist nichts einzuwenden, solange die Formulierung stimmt. Wie so oft macht auch hier der „Ton die Musik“.

Eine Möglichkeit, beleidigenden Kommentaren entgegenzuwirken ist, diese nicht anonym abzudrucken. Der Deckmantel der Anonymität bietet so manchem Feigling einen Schutz vor Konsequenzen. Wer Kritik äußert, sollte auch offiziell dazu stehen. Wenn der eigene Name daneben steht, überlegt man dreimal, was man schreibt und wie man es formuliert.

Beleidigende, dreiste und freche Bemerkungen kann jeder schreiben. Viel schwieriger hingegen ist es, die eigene Meinung auf durchdachte, intelligente und humorvolle Art und Weise zu verpacken. Eure Abizeitung genießt, ähnlich wie Schülerzeitungen, Pressefreiheit und unterliegt keiner Zensur. Das Persönlichkeitsrecht von Lehrern und Schülern muss dabei stets gewahrt werden. Dann dürfte es auch nicht zu Problemen kommen.

Falls sich doch jemand in seinem Persönlichkeitsrecht angegriffen fühlt, muss geprüft werden, wie die getätigten Äußerungen und Kommentare zu werten sind und ob es sich dabei um Kritik oder Beleidigungen handelt. Nicht selten kann sich darauf ein langwieriger Rechtsstreit entwickeln.

Der Check durch die Abizeitungs-Redaktion ist daher nicht immer ein Garant für keine Probleme. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, Lehrer und Schüler ihre Steckbriefe VOR dem Druck probelesen zu lassen. Holt euch am besten eine (schriftliche) Freigabe und geht auf Korrekturwünsche ein. So fühlt sich im Nachhinein niemand auf den Schlips getreten. Ein solches Prozedere ist natürlich mit einem Mehraufwand verbunden, beucht jedoch vermeidbarem Ärger und unabsehbaren rechtlichen Konsequenzen vor.

Desweiteren gilt es ein gewisses Maß an journalistischer Sorgfaltspflicht an den Tag zu legen. Die Abizeitung ist ein Presseartikel, der ähnlich wie andere Zeitungen herausgegeben und verbreitet wird. Zu den Basics gehören die Impressumspflicht und Anzeigenkennzeichnung.

Die Impressumspflicht ist die Pflicht, in Druckerzeugnissen (und Online-Veröffentlichungen) ein Impressum zu führen. Bei der Abizeitung wird meist die Redaktion und ein Verantwortlicher im Sinne des Presserechts (meist mit V. i. S. d. P. oder ViSdPG abgekürzt)  genannt. Der ViSdPG ist eine Person, die im Sinne des deutschen Presserechts offiziell für den Inhalt der Abizeitung (gegenüber Dritten) verantwortlich ist.  Achtet daher äußerst sorgsam darauf, dass keine Rechte Dritter (Lehrer, Schüler) durch Beleidigungen, Bloßstellungen und Verleumdnungen verletzt werden.

Desweiteren gilt für eure Abizeitung die Anzeigenkennzeichnung. Dabei handelt es sich um das Gebot der eindeutigen Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Wirtschaftswerbung. Aus dem Grund müssen sämtliche Anzeigen in der Abizeitung deutlich als Werbung gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung als z.B. „Promotion“ gilt als unzureichend. Um Missverständnissen vorzubeugen, solltet ihr alle Anzeigen mit dem Wort „Anzeige“ kennzeichnen.

Ebenfalls interessant für euch dürfte der Pressekodex sein, eine Sammlung journalistisch-ethischer Grundregeln, die der Deutsche Presserat 1973 vorgelegt hat. Der Pressekodex hat den Charakter einer freiwilligen Selbstverpflichtung und umfasst insgesamt 16 Punkte. Nähere Informationen zum Pressekodex findet ihr auf der Webseite des Deutschen Presserats.

Tipps zum Schluss

Sowohl das Layout der Abizeitung, als auch die Datenaufbereitung für die Druckerei erfordern Zeit, Kreativität und Fachwissen. Plant für das Layout großzügig Zeit (inkl. Pufferzeiten) ein, damit die Qualität zum Schluss nicht leidet.

Fachkundige und zuverlässige Helfer sind ein weiterer elementarer Erfolgsbestandteil. Wer bereits Erfahrungen mit Layout-Programmen und Bildbearbeitung hat, wird wesentlich schneller vorankommen.

Nicht zuletzt sollte die Erstellung der Abizeitung Spaß machen. Ausreichend Zeit, versierte Leute und kreative Beiträge sind der Schlüssel zum Erfolg!

Und damit auch wirklich nichts schief geht: Erstellt regelmäßig Sicherungskopien eurer Daten! Schnell sind Dateien versehentlich gelöscht und auch PCs und Laptops können von heute auf morgen ihren Geist aufgeben. Es wäre wirklich ärgerlich, wenn ihr dann wieder komplett von vorne anfangen müsstet. Womöglich reicht die Zeit dann nicht mehr aus, um die Abizeitung rechtzeitig drucken zu lassen.

Sichert die Daten daher am besten in einer Cloud (z.B. Google Docs oder Dropbox) oder auf einer externen Festplatte. Sicher ist sicher und doppelt hält besser!