Druckdaten anlegen

Ihr habt eure Abizeitung im Layout-Programm fertiggestellt, alle Inhalte zusammengetragen und Sponsorenseiten zusammengestellt? Dann geht es jetzt an das Anlegen der Druckdaten. Schließlich soll eure Abizeitung nicht nur auf dem Rechner, sondern auch in gedruckter Form toll aussehen.

Damit die Druckerei eure Druckdaten problemlos verarbeiten kann, müssen wichtige Vorgaben beachtet werden. Ja nach Format, Umfang, Papier, Farbauswahl usw. ergeben sich für die Druckdaten unterschiedliche Voraussetzungen.

Tretet am besten möglichst frühzeitig an die Druckerei heran, damit die Druckdaten von Anfang an optimal abgestimmt werden können. Dann können auf dem Weg bis zur fertigen Abizeitung keine Pannen mehr passieren.

Welche Vorgaben zur Datenaufbereitung beachtet werden müssen, hängt von der jeweiligen Druckerei ab. Wir haben für euch einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, die es bei der Erstellung von Druckdaten zu beachten gilt.

Dazu zählen u.a. das Format, der Beschnitt, der Farbmodus, das Einbetten von Bilder und Schriften, die Auflösung, sowie die rechtzeitige Abgabe der Druckdaten bei der Druckerei.

Welches Format für die Abizeitung?

In der Regel werden Abizeitungen im DINA4-Format gedruck, das einer Breite von 210 mm und einer Höhe von 297 mm entspricht. DINA4 ist das weltweit gebräuchlichste Format, dem die meisten Drucker und Kopierer angepasst sind.

Wenn ihr eure Abizeitung im DINA4-Format drucken lassen möchtet, benötigt die Druckerei das entsprechende A4-Überformat. Die Datei muss also zu allen Seiten etwas größer angelegt werden (siehe Punkt „Beschnittrand“).

Für die Druckerei muss meist ein druckfähiges PDF erstellt werden, da viele Druckereien die Druckdaten eurer Abizeitung ausschließlich als PDF entgegennehmen.

Die Abkürzung PDF steht für „Portable Document Format“, was übersetzt soviel wie ”übertragbares Dokumentenformat” heißt. Das PDF ist ein Format zum plattformübergreifenden Austausch von Dokumenten, bei denen das jeweilige Layout beibehalten wird.

Das PDF-Format bleibt unabhängig von der Plattform, auf der es erstellt wurde, 1:1 lesbar. Andere Darstellungen aufgrund von Plattform-Unterschieden werden hierbei ausgeschlossen.

Eine Datei im PDF-Format bietet somit eine wesentlich höhere Produktionssicherheit als offene Daten, wie z.B. Word-Dokumente. Auch andere Formate werden meist nicht angenommen, da beim Abspeichern der Abizeitung als PDF oftmals Interpretationsfehler entstehen. Diese solltet ihr im Vorfeld selbst aus dem Weg räumen.

Welches PDF-X-Format sollen wir nehmen?

Beim PDF-Profil wird i.d.R. der PDF/X-3 Standard verlangt, manchmal auch PDF/X-4 oder PDF/X-1a.

PDF/X Normen beschreiben die Eigenschaften von Druckvorlagen als PDF-Dateien, um die vorlagengetreue Übermittlung der Daten aus der Druckvorstufe zum eigentlichen Druck zu ermöglichen. Das Format PDF/X-1a beschreibt die farbgetreue Wiedergabe im CMYK-Farbmodell, während PDF/X-3 dies auf den RGB-Farbraum erweitert. Wenn alle benötigten Elemente in der Datei enthalten sind, spricht man von PDF/X-4.

Wurden bei der Gestaltung nur Prozess- und Schmuckfarben verwendet, ist PDF/X-1a die richtige Wahl. Möchtet ihr jedoch eure Medien unabhängigen RGB-Daten mit angegebenem Quellprofil auch im PDF definiert sehen, so ist der PDF/X-3 Standard das Richtige.

Wie erzeugen wir eine PDF/X-Datei?

Die meisten aktuellen Satzprogramme bieten bereits einen Export als PDF an. Professionelle Layout-Programme, wie Adobe InDesign und Adobe Illustrator verfügen über eine programminterne Exportfunktion,mit der die Datei in das zu erstellende PDF (z.B. PDF/X-3, PDF/X-1a oder PDF/X-4 ) übertragen werden kann.

Von der PDF-Erzeugung durch Zusatzprogramme, wie den PDF-Writer oder kostenlose Tools solltet ihr Abstand nehmen. Diese erzeugen nur für die Bildschirmansicht ausreichende Qualität.

Dr. Abi Tipp: Hier findet ihr Tipps zum Exportieren einer PDF-Datei aus Adobe InDesign.

Welches Programm ist zum Anlegen von Druckdaten geeignet?

Spätestens beim Anlegen von Druckdaten zahlt sich die Wahl eines professionellen Layout-Programms aus. Wir empfehlen euch ein Programm aus der Adobe-Familie, wie InDesign. Hier könnt ihr euch auf die hohe Qualität der Layoutsoftware verlassen!

Theoretisch lässt sich aus nahezu jeder Datei ein PDF erstellen. Doch nicht jedes Programm ist für das Anlegen von Druckdaten gut geeignet. Programme, wie Microsoft Word, Microsoft PowerPoint, Microsoft Excel und OpenOffice sind nur bedingt für die Druckdatenerstellung geeignet.

Bei MS Word handelt es sich beispielsweise um ein Textprogramm und nicht um ein Layout-Programm. Zwar ist es auch mit MS Word möglich, druckfertige PDF-Daten zu erzeugen, das geht aber nur mit geringen Einschränkungen zu erzeugen. So kennt Word keine Beschnitt- bzw. Anschnitteinstellungen, der Grundfarbraum in Word ist RGB und die Gestaltung von Doppelseiten ist nicht möglich. Auch können druckfertige PDF-Dateien aus MS Word nur über Zusatzsoftware erstellt werden.

Sofern ihr euch mit diesen Einschränkungen anfreunden könnt, ist es theoretisch auch mit Word möglich, druckfähige PDF-Daten zu erzeugen. Profi-Layout-Programme, wie InDesign, sind zur Gestaltung einer Abizeitung dennoch die beste Wahl.

Trotz des teuren Preises überwiegen die Vorteile, wie eine unkomplizierte Einarbeitung, eine gute Kompatibilität zu Photoshop und kaum Gefahren beim Druck der erstellten Druckdaten. Es muss nicht immer die teure Vollversion oder die günstigere Studenten-Version sein! Zur Erstellung eurer Abizeitung könnt ihr einfach die kostenlose Testversion von der Adobe-Hompage herunterladen.

Am besten ihr wählt gleich die Creative Cloud mit allen wichtigen Kreativprogrammen von Adobe. Diese könnt Ihr 30 Tage in vollem Umfang nutzen. Sollte die Zeit nicht ausreichen, um eure Abizeitung fertigzugestalten, könnt ihr die begonnen Dateien mit einer neuen Testversion auf einem anderen Rechner weiterbearbeiten.

Jede Seite als einzelne Datei anlegen?

Nein! Erstellt am besten ein komplettes PDF mit allen Seiten eurer Abizeitung. Insgesamt könnt ihr drei Dateien anlegen: Eine Datei für das Cover bzw. den Umschlag, eine Datei für den Buchrücken und eine Datei für den Innenteil (Berichte, Steckbriefe, Fotos, etc.).

Beachtet, dass der Umschlag alle vier Umschlagsseiten beinhalten muss (zwei außen + zwei innen). Beim Hardcover gilt eine Ausnahme: Hier bitte für die Umschlagsinnenseiten zwei weiße Seiten einfügen!

Legt alle Seiten in der richtigen Reihenfolge (am besten nummeriert) an und verzichtet auf Doppelseiten.

Können Hardcoverseiten bedruckt werden?

Im Vergleich zum Softcover verfügen Abibücher mit Hardcover über einen festen Einband, bei dem die Buchdecke nicht fest mit dem Buchrücken verbunden ist. Beim Aufschlagen des Abibuchs ist ein Hohlraum erkennbar.

Leider können die  Innenseiten beim Hardcover aus drucktechnischen Gründen von vielen Druckereien nicht gestaltet werden.

Das Softsover bietet euch mehr Gestaltungsspielraum. Der Einband besteht – ähnlich wie bei einem Taschenbuch – aus einem flexibelen und beweglichen Karton. Die Innenseiten können kreativ gestaltet, als Werbeflächen verkauft und in Farbe gedruckt werden.

Müssen die Seiten nummeriert sein?

Eine Nummerierung ist nicht Pflicht, macht aber vieles leichter. Viele Druckereien benötigen daher unbedingt Seitenzahlen, um eure Abizeitung optimal verarbeiten zu können. Bei einigen Druckereien können sogar Mehrkosten entstehen, wenn euer Dokument keine Seitenzahlen enthält.

Warum sind Seitenzahlen so wichtig? Nun, ohne Seitenzahlen kann es beim Druck oder der Sortierung zu Fehlern kommen, die oft unbemerkt bleiben. Um solche unnötigen Fehler im Vorfeld zu vermeiden, fügt eurem Dokument daher unbedingt Seitenzahlen hinzu.

Am besten nummeriert ihr die linke Seiten mit geraden Seitenzahlen (wie 2, 4, 6, 8, etc.) und die rechte Seiten mit ungerade Seitenzahlen (1, 3, 5, 7, etc.)!

Welchen Beschittrand anlegen?

Da eure Abizeitung erst nach dem Binden beschnitten wird, muss die Druckdatei größer angelegt werden, als das tatsächliche Endformat. Der Beschnittrand wird benötigt, damit die Grafik auf jeden Fall groß genug ist und keine hässlichen weißen Ränder entstehen.

Mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker schafft man es, ein Blatt Papier gänzlich ohne Rand zu drucken. Beim Druck einer Abizeitung ist das nicht so einfach. Denn dir Druckerei druckt die Abizeitung auf großen Bögen. Die Seiten werden erst nach dem Druck, bzw. beim Binden auf das Endformat zugeschnitten.

Beim Binden treten jedoch gewisse Toleranzen auf. Würdet ihr eure Druckdaten mit exakt der Größe des Endformats anlegen, müsste der Schnitt auf den hundertstel Millimeter genau sitzen. In der Druckverarbeitung ist das leider nahezu unmöglich. Darum braucht eure Abizeitung einen Beschnitt, mit dem die Toleranzen durch einen Endbeschnitt ausgeglichen und die Qualität der Abizeitung wesentlich verbessert wird.

Ohne richtig angelegten Beschnitt reklamiert die gute Druckerei. Meist wird verlangt, 3 mm Beschnittzugabe an jeder Außenseite anzulegen.

Für ein Softcoverbuch reicht es aus, wenn ihr dem Umschlag, Buchrücken und den Innenseiten an allen Seiten 3 mm rundumlaufenden Beschnittrand hinzufügt. Das Dateiformat für DIN A4 erhöht sich dann von 210 x 297 mm auf 216 x 303 mm (A4-Überformat).

Rundumlaufender Beschnittrand bedeutet, dass ihr zum normalen DIN A4 Format (210 x 297 mm) rundherum jeweils 3 mm hinzufügt. Die Höhe (+ 3 mm oben und unten) und Breite (+ 3 mm rechts und links) muss dann  216 x 303 mm betragen.

Beachtet, dass der Beschnitt beim Hardcover deutlich größer ist, als beim Softcover. Meist werden etwa 15 bis 25 Millimeter Beschnittrand benötigt, da der bedruckte Umschlag noch um die Kanten der Hardcoverpappe herumgeschlagen wird. Das A4-Überformat für das Hardcover vergrößert sich demnach auf 260 x 347 mm.

Müssen die Bilder bis an den Rand gehen?

Bilder, Farbflächen, Hintergründe und andere nicht freistehende Motive und Objekte, die bis zum Papierrand gehen sollen, müssen etwa 3 mm über den Rand des Endformats hinaus gezogen werden. Es reicht nicht, rundherum einfach nur von jeder Seite 3 mm weißen Rand hinzuzufügen!

Die Bilder müssen über die Abschnittskante hinauslaufen und werden somit Teil des Beschnittrandes. Dieser Rand wird von der Druckerei mitgedruckt und am Ende wieder abgeschnitten.

Dadurch werden weiße Schneidekanten (sog. „Blitzer“) vermieden. Selbst die besten Schnittmaschinen können auch mal einen Millimeter verrücken und damit zwischen Seitenrand und dem Motiv bzw. Hintergrund einen weißen Streifen hinterlassen, wo eigentlich das Bild bis zum Rand gehen sollte.

Mit einem perfekten Beschnitt erhaltet ihr ein einwandfreies Ergebnis.

Sicherheitsabstand einhalten!

Achtet darauf, dass Schriften, Texte und Logos nicht in den Beschnitt laufen und bei der Produktion abgeschnitten werden. Setzt sie daher nicht zu nah an den Seitenrand!

Um Schnitttoleranzen entgegenzuwirken, sollte der Text optimalerweise mit mindestens 5, besser 10 mm Abstand zur Schnittkante (Rand zzgl. 3 mm Beschnittrand) positioniert werden. An der Innenseite (Bundseite) sollte Text mindestens 15 mm vom Rand entfernt stehen.

Nicht nur Text, auch Bilder von Personen und wichtige Motive, die am Rand nicht abgeschnitten werden sollen, dürfen nicht auf dem Rand des Überformats liegen. Nicht, dass später ein Teil des Gesichts, eine Hand oder ein Teil der Seitenzahl fehlt!

Wann können wir auf einen Beschnittrand verzichten?

Sofern keine keine Bilder, Foto, Hintergrundgrafiken oder andere Elemente bis an den Rand eurer Abizeitung reichen und der Hintergrund eurer Abizeitung weiß ist, könnt ihr auch auf einen Beschnittrand verzichten.

Wie betten wir Bilder richtig ein?

Alle Bilder (schwarzweiß oder in Farbe) sollten eine Auflösung von 300 dpi haben. Bilddaten unter 150 dpi sind immer von schlechter Qualität. Bilder über 150, aber unter 300 dpi sind zwar noch druckbar, allerdings leidet auch hier die Bildqualität z.T. deutlich. Bilder mit 300 dpi sind daher für den Druck ideal!

Bei Daten aus Bildbearbeitungsprogrammen müssen sämtliche Inhalte auf eine Hintergrundebene reduziert werden. Es dürfen keine Alpha-Kanäle und Freistellungspfade enthalten sein. Das gilt auch für Dateien aus Bildbearbeitungsprogrammen, die in einem Layoutprogramm platziert werden.

Vor dem PDF-Export müssen alle Verknüpfungen der Bilder kontrolliert werden.

Welches Farbsystem: RGB oder CMYK?

Bilder auf dem Computer sind meist im Farbschema RGB. Für den Druck ist RGB jedoch nicht ideal. Hier nutzt man meist CMYK, um eine optimale Farbwiedergabe garantieren zu können.

Da im CMYK nicht alle Farben gedruckt werden können: Speichert Farbige Bilder direkt im Farbmodus CMYK ab und legt Farbseiten von Anfang an im CMYK-Modus an. Auch beim Einscannen sollten Farbbilder im CMYK-Farbmodus eingescannt werden.

So könnt ihr auf dem Monitor direkt sehen, wie die Bilder später abgedruckt aussehen. Ansonsten kann es bei der Umwandlung von RGB nach CMYK zu unerwünschten Farbänderungen kommen.

Das gilt übrigens nicht nur für farbige Bilder, sondern auch für farbige Schriften. Diese sollten ebenfalls im CMYK-Farbmodus angelegt werden.

Bilder und Seiten in Schwarz/Weiß solltet ihr in Graustufen anlegen, da sie sonst blaustichig gedruckt werden. Legt Schwarz/Weiß-Bilder nicht im CMYK-Modus an, da die Qualität beim Schwarz/Weiß-Druck leiden kann.

Vermeidet zudem die Verwendung von Schmuck- und Sonderfarben.

Wie betten wir Schriften richtig ein?

Die Darstellung verwendeter Schriften kann sich bei der Datenübertragung an die Druckerei leicht ändern. Nutzt daher die Funktion „Schrift einbetten“ oder „in Pfade konvertieren“. Dabei wird jede Schrift samt ihrer individuellen Zeichencodierung „untrennbar“ mit der Datei verbunden und beim Senden an die Druckerei mit übertragen.

Die Einbettung der Schriften geschieht beim Erstellen der PDF-Datei automatisch, sofern die Schriftart nicht speziell geschützt ist. Beachtet, dass die Texte nach dem Konvertieren nicht mehr veränderbar, sondern nur noch skalierbar sind.

Speichert die originale Arbeitsdatei daher mit nicht konvertierten Schriften als Kopie ab.

Wie berechnen wir die Breite des Buchrückens?

Die Vorgaben bezüglich der Breite des Buchrückens sind von Druckerei zu Druckerei unterschiedlich. Die Breite hängt vor allem von der Seitenanzahl und der Papierstärke ab.

Bei Papier mit den Stärken 80 g/m², 100 g/m² und 115 g/m² können für die Breite des Buchrückens folgende Formeln angewandt werden:

Papiergewicht 80 g/m²): Seitenanzahl / 2 * 0,114 mm = Breite Buchrücken

Beispiel Abizeitung mit 200 Seiten: (200 Seiten / 2) * 0,114 mm = 11,4 mm Buchrückenbreite

Papiergewicht (100 g/m²): Seitenanzahl / 2 * 0,144 mm

Beispiel Abizeitung mit 200 Seiten: (200 Seiten / 2) * 0,144 mm = 14,4 mm Buchrückenbreite

Papiergewicht (150 g/m²): Seitenanzahl / 2 * 0,164 mm

Beispiel Abizeitung mit 200 Seiten: (200 Seiten / 2) * 0,164 mm = 16,4 mm Buchrückenbreite

Hinweis: Bei den Formeln handelt es sich nur um Richtwerte! Die exakten Breiten für den Buchrücken eurer Abizeitung erhaltet ihr bei eurer Druckerei. Je nach Papier können sich z.T. deutliche Unterschiede ergeben.

Bei der Berechnung entstehen oft Missverständnisse aufgrund Begrifflichkeiten, wie „Blatt“ und „Seite“. Zur Aufklärung: Ein Blatt besteht immer aus zwei Seiten!

Können wir einen Probedruck erhalten?

Die meisten Druckereien erstellen keinen automatischen Probedruck, da dieser mit Mehraufwand verbunden ist. In der Regel könnt ihr auf Anfrage einen Probedruck der fertigen Druckdaten erhalten. Allerdings ist dieser nicht immer kostenfrei. Einige Druckereien bieten jedoch ab einer gewissen Auflage auch einen kostenlosen Probedruck an.

Wie sinnvoll ein Probedruck ist, hängt von der Wichtigkeit der visuellen Endkontrolle ab. Wenn ihr euch bei bestimmten Objekten oder Farben unsicher seid, macht es durchaus Sinn, vorab einen Probedruck anzufordern. Diesen könnt ihr dann in Ruhe überprüfen und vor dem endgültigen Druck freigeben.

Der Probedruck entspricht hinsichtlich der Druckqualität, dem Papier und der Weiterverarbeitung jedoch noch nicht dem späteren Endprodukt. Aus technischen Gründen ist er ungebunden und unveredelt. Ihr erhaltet also eine lose Blattsammlung. Der Probedruck dient lediglich zur Überprüfung, dass alle Bilder, Texte und Logos im Druck richtig wiedergegeben werden. Wenn ihr ein gebundenes Exemplar möchtet, ist dies meist kostenpflichtig.

Obwohl der „lose“ Probedruck an sich z.T. kostenfrei ist, können bei vorgenommenen Änderungen am PDF und erneuter Datenübergabe eurer Abizeitung Mehrkosten anfallen. Fragt also vorher bei der Druckerei nach!

In der Regel können bei Einzelkorrekturen auch die korrigierten Seiten einzeln hochgeladen werden. Die Druckerei fügt sie dann in die fertige Druckdatei ein.

Berücksichtigt zudem, dass die Erstellung, der Versand und die Freigabe des Probedrucks den Produktionsablauf verzögert, sodass ihr etwa 4 bis 5 Arbeitstage mehr Zeit einkalkulieren müsst.

Wie lassen wir die Datei unserer Abizeitung der Druckerei zukommen?

Fragt am besten direkt bei der Druckerei eurer Wahl nach!

Viele Druckereien verfügen über einen Datentransfer, über den ihr eure Druckdaten direkt übermitteln könnt. Alternativ können die Daten eurer Abizeitung auch per E-Mail oder auf einem Datenträger (CD, USB-Stick) per Post zugeschickt oder persönlich vorbeigebracht werden.

Achtet bei der elektronischen Datenübermittlung (beim Hochladen oder beim Senden per E-Mail) auf die seitens der Druckerei festgelegte maximale Größe eurer Datenpakete.

Außerdem ist es wichtig, die PDF-Dateien (Cover, Buchrücken und Innenteil) sinnvoll zu benennen, damit die Druckerei die Dateien, als auch ihre Reihenfolge, richtig zuordnen kann.

Wann ist der ideale Termin für den Datenupload unserer Druckdatei?

Der ideale Termin für den Datenupload hängt von eurem Wunsch-Liefertermin ab. Legt zunächst fest, bis wann ihr eure Abizeitung spätestens (zzgl. 1-2 Tagen Pufferzeit) in gedruckter Form benötigt.

Ausgehend von diesem Datum rechnet ihr nun zurück. In den meisten Fällen bekommt ihr von der Druckerei eine Druckvorlage als PDF zur Prüfung. Zwischen der Freigabe der Druckvorlage und dem Liefertermin sollten dann noch mindestens zwei Wochen liegen.

Bevor ihr die Druckvorlage der Druckerei überhaupt freigeben könnt, müsst ihr die Daten zunächst uploaden bzw. einreichen. Die Abstimmung mit der Druckerei dauert ca. 2 bis 4 Tage. Erst dann erhaltet ihr die druckreifen Daten als PDF-Druckvorlage zur Freigabe

Zwischen Datenupload und dem Liefertermin liegen somit etwa 2 bis 3 Wochen. Hinzu kommt die Versanddauer von etwa 2 Werktagen. Der ideale Termin für den Datenupload ist somit spätestens 3 Wochen vor dem gewünschten Liefertermin.

Der zeitliche Ablauf lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Datenupload (2 bis 4 Tage für Abstimmung mit der Druckerei) > Freigabe der Druckvorlage (1 bis 2 Tage zum Check) > Lieferzeit (etwa 2 Wochen) > Abizeitung zum Wunschliefertermin da!

Wie lange beträgt die Lieferzeit?

Die Lieferzeit eurer Abizeitung hängt von mehreren Terminen, wie der Wahl des Druckverfahrens, dem Wunsch-Liefertermin, der Bindung, dem Umfang, der Auflage und der Druckqualität ab.

Die reguläre Lieferzeit nach endgültiger Freigabe der Druckdatei liegt bei ca. 2 bis 3 Wochen. Mit dem Expressdruck lässt sich die Lieferzeit auf etwa 1,5 bis 2 Wochen verkürzen.

In der Hochsaison von Mitte Mai bis Ende Juli ist ein Expressdruck aufgrund der starken Anfrage bei den Druckreien oft nur schwer möglich. Plant also genug Zeit für mögliche Korrekturen und die Abstimmung mit der Druckerei ein. Denn es kann immer wieder zu Terminverschiebungen im Zeitplan kommen.

Es kann jedoch nicht schaden, die Druckerei auf einen früheren Liefertermin anzusprechen. Vereinbart auf jeden Fall einen verbindlichen Termin, bis zu dem die Druckerei eure Abizeitung spätestens anliefern muss. Die Einhaltung des Termins setzt natürlich auch voraus, dass die Druckerei die fertigen Druckdaten rechtzeitig erhalten hat. Verzögerungen bei der Datenanlieferung können die Einhaltung des Liefertermins gefährden.

Können wir den Druck der Abizeitung beschleunigen?

Trotz solider Zeitplanung kann es zu Terminverschiebungen kommen, die die rechtzeitige Lieferung eurer Abizeitung in Gefahr bringen können. Das ist noch kein Grund zur Panik. Wichtig ist, dass ihr solche zeitlichen Engpässe frühzeitig erkennt und rechtzeitig eingreift.

Mit etwas Glück ist es noch nicht zu spät. Viele Druckereien bieten (gegen Aufpreis) einen Expressdruck an und liefern die Abizeitung schneller. Die Produktionszeit lässt sich so um 30 bis zu 60 Prozent reduzieren.

Nehmt direkt Kontakt mit der Druckerei auf, wenn ihr merkt, dass die Zeit knapp wird. Je nach Zeitvorgabe könnt ihr dann über die neuen Konditionen verhandeln. Eine Garantie für eine rechtzeitige Lieferung gibt es trotzdem nicht. Sofern ihr die Druckdatei freigegeben habt, muss die Druckerei zunächst prüfen, ob der gewünschte Liefertermin überhaupt möglich ist.

Um euch den Stress zu ersparen, solltet ihr daher möglichst vorausschauend und großzügig Zeit für die Erstellung und den Druck der Abizeitung einplanen!

Wie teuer ist der Druck der Abizeitung?

Die Druckkosten für eure Abizeitung hängen von der Anzahl, dem Format, der Seitenzahl, der Anzahl an Farbseiten, sowie der Bindung ab. Die Kosten pro Abizeitung können dabei zwischen 2 Euro und 15 Euro liegen.

Ein größerer Seitenumfang, Farbseiten, dickeres und qualitativ hochwertigeres Papier, ein Hardcover-Umschlag und eine Schutzbeschichtung steigern die Druckkosten. Eine höhere Auflage, Schwarz/Weiß-Seiten, dünnes Standardpapier, ein Softcover und der Verzicht auf eine Schutzbeschichtung reduzieren die Kosten.

Legt den Schwerpunkt auf das Wesentliche: Eine gute Druckqualität des Innenteils, den Inhalt und eine ausreichende Auflage. Ein Hardcover mit glänzender Schutzbeschiechtung sieht zwar schön aus. Doch was bringt ein perfektes Cover, wenn der Innenteil nur schwarz-weiß gedruckt werden konnte, ihr zahlreiche Seiten aus Kostengründen herausnehmen oder nicht ausreichend Exemplare drucken konntet?

Einige Druckereien bieten zusätzlich Frühbucherrabatte für Abizeitungen an oder reduzieren die Druckkosten bei Integration von vorgeschlagenen Werbeanzeigen von Werbepartnern. Vergleicht die Angebote der Druckereien genau und traut euch zu handeln. Mit etwas Verhandlungsgeschick lässt sich ein tolles Schnäppchen schlagen!

Je mehr Geld ihr für eure Abizeitung zur Verfügung habt, umso mehr Spielereien könnt ihr euch erlauben. Die Finanzierung liefert daher einen wesentlichen und nicht zu unterschätzenden Grundbaustein für eure Abizeitung!