Abifilm

Die wertvollsten Filme laufen im Kino der eigenen Erinnerungen.

 

Manfred Poisel (*1944), deutscher Werbetexter, »Sprach-Juan« und »Verbanova«

Was ist ein Abifilm?

Ein Abifilm ist – ähnlich wie die Abizeitung – eine Erinnerung an die gemeinsame Schulzeit. Inhalt und Umfang des Abifilms sind unterschiedlich und hängen davon ab, für welchen Zweck ihr den Film aufnehmt.

Grundsätzlich bietet der Abifilm zahlreiche Möglichkeiten, eure Kreativität unter Beweis zu stellen!

Lohnt sich das Drehen eines Abifilms?

Ein Abifilm hat im Vergleich zu Erinnerungen auf Papier den großen Vorteil, dass ihr die denkwürdigen Momente eurer Schulzeit auf bewegten Bildern seht. Denkt einiger Jahre im Voraus: Wäre es nicht schön, euren Kindern später zu zeigen, wie damals alle aussahen und wie viel Spaß ihr mit euren Mitschülern hattet?

Erinnerungen verblassen mit der Zeit und auch Fotos können nicht alle Eindrücke festhalten. Ein Abifilm ist daher eine großartige Idee, schöne und lustige Erinnerungen, Eindrücke und Emotionen einzufangen.

Da heutzutage fast jeder ein Smartphone oder eine Kamera besitzt, sind Abifilme eine sehr beliebte Ergänzung zur klassischen Abizeitung geworden.

Wie gestalten wir den Abifilm?

Ihr seid der Drehbuchautor und Regisseur! Somit bleibt es euch überlassen, mit welchem Material ihr euren Film füllt. Die Möglichkeiten reichen von einzelnen Kurzfilmen über Ausflüge, die Abipartys, die Abimotto-Woche mitsamt Abistreich und Herstellung des Abidenkmals, über Interviews und Kommentaren von Schülern und Lehrern, bis zum Abiball und der Abireise.

Später könnt ihr die besten Momente, lustigsten Pannen und Outtakes aller Aktionen zu einem längeren Abifilm zusammenschneiden. Es empfiehlt sich, für den Abend des Abiballs einen Abifilm zu schneiden, den ihr euren Gästen vorführen könnt.

Worauf ist bei der Erstellung des Abifilms zu achten?

Anders als in Hollywood geht es beim Abifilm nicht um einen Oscar. Am wichtigsten ist, dass ihr alle Spaß an diesem Projekt habt und gemeinsam eine schöne Erinnerung schafft.

Der Abifilm muss daher nicht perfekt sein, dennoch solltet ihr nach Möglichkeit eine gute Kamera verwenden und Schüler beauftragen, die sich mit dem Filmen auskennen. Eventuell gibt es an eurer Schule eine Film-AG, wo ihr fachkundige Kamera-Leute finden könntet. Solltet ihr keine geeignete Kamera finden, könnt ihr auch direkt in der Schule nachfragen, ob ihr euch eine Kamera leihen könnt.

Neben Personen zum Drehen braucht ihr auch jemanden, der den Film später mit Filmschneideprogrammen am Computer zuschneidet. Im Internet gibt es viele Filmschneideprogramme (z.B. Avidemux, Magix oder Movie Maker), mit denen ihr euren eigenen Abifilm produzieren könnt.

Nicht alle Filmschneideprogramme sind kostenlos. Fragt innerhalb eurer Stufe oder im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis nach, ob jemand ein professionelles Bearbeitungsprogramm für Filme besitzt und sich damit auskennt.

Vorhand auf, Abifilm ab!

Die Erstellung eines guten Abifilms ist mit viel Arbeit verbunden. Die Mühe zahlt sich aber aus!

Zum einen schafft ihr auf dem Abiball oder einem späteren Jahrgangstreffen unvergessliche Momente. Zum anderen könnt ihr euch den Film auch noch Jahre später (mit eurer Familie) anschauen und in Erinnerungen schwelgen.

Wer seine Begeisterung für das glorreiche Filmwerk mit noch mehr Menschen teilen möchte, kann den Abifilm auch auf Videoportalen, wie YouTube hochladen. Hier einige Beispiele: