Autoaufkleber richtig anbringen

Wie bringe ich den Abi-Aufkleber an das Auto an?

Je nach Größe des Abi-Aufklebers könnt ihr diesen nass oder trocken an euer Auto anbringen.

Die trockene Methode ist einfacher und schneller und bei kleinen, einteiligen Aufklebern absolut ausreichend. Die Nassverklebung wird bei Formaten über 0,5 m² Größe empfohlen.

In der Regel kann der Abi-Aufkleber ohne fremde Hilfe selbstständig an die Heckscheibe gebracht werden.

Die Fahrzeugoberfläche und die Umgebung sollten eine Temperatur von mindestens 10° C besitzen (besser: 15 bis 25° C). Weiterhin sollten keine direkte Sonneneinstrahlung oder starker Wind herrschen. Auch eine staubige Umgebung ist bei der Verklebung hinderlich.

Am besten ihr bringt den Aufkleber in der Garage an. Für die Anbringung außen sollte es ausreichend hell sein.

Plant zum Bekleben eures Abi-Aufklebers genug Zeit ein und lasst keine Hektik aufkommen. Holt euch zudem einen Helfer an eure Seite! Zwar könnt ihr den Aufkleber auch ohne fremde Hilfe anbringen, eine helfende Hand erleichtert die Arbeit jedoch um ein Vielfaches.

Wie ist der Aufkleber aufgebaut?

Damit bei der nachfolgenden Anleitung keine Fragen zu den Begrifflichkeiten aufkommen, ist es gut zu wissen, wie ein Aufkleber aufgebaut ist und aus welchen Komponenten er besteht.

  1. Trägerfolie (dickes, weiße Papier, auf dem das Motiv klebt)
  2. Motiv (der eigentliche Aufkleber, der nach der Verklebung auf dem Auto klebt)
  3. Transferfolie (dünnes, oft transparentes oder halbtransparentes Übertragungspapier) – nicht immer vorhanden

Je nach Beschaffenheit des Aufklebers, wählt ihr jetzt die trockene oder nasse Verklebe-Methode.

Schriftzüge aus einzeln ausgeschnittenen Buchstaben, Motive, die aus einer Folie geschnitten wurden oder kleine Aufkleber ohne Transferfolie, können meist problemlos mit der Trockenmethode angebracht werden.

Bei großflächigen Klebefolien ist die Nassverklebung besser geeignet.

Welche Utensilien werden zum Ankleben benötigt?

Stellt vor dem Bekleben eures Autos sicher, dass sich alle benötigten Utensilien in greifbarer Nähe befinden (falls kein Gehilfe zur Stelle ist).

Dazu zählen:

  • Kuststoffrakel (Alternativ Kunststoffschaber oder Eiskratzer mit Wasserseite)
  • Cutter- bzw. Teppichmesser
  • Saugfähige Tücher + Handtuch (sauber + fusselfrei)
  • Lackreiniger + evtl. Entfetter
  • Sprühflasche mit Wasser + 1 Tropfen Spülmittel (kein Spülmittelkonzentrat!) pro Liter
  • Föhn für unebene Klebeflächen und Falten
  • Schere
  • Lineal oder Meterstab
  • Kreppband oder Tesa (muss leicht ablösbar sein!)

Anleitung: So klebt ihr den Abi-Aufkleber richtig ans Auto

Einen Aufkleber am Auto zu befestigen hört sich leichter an, als getan. Beim Verkleben kann einiges schiefgehen. Einmal nicht aufgepasst, klebt der Aufkleber schief oder es bilden sich hässliche Falten und Luftblasen.

Daher haben wir für euch eine Anleitung zum Verkleben eures Abi-Aufkleber erstellt.

Trockenverklebung in der Kurzversion:

  1. Untergrund reinigen
  2. Aufkleber ausrichten und am oberen Ende mit Kreppband fixieren
  3. Transferfolie mit der Rakel anreiben
  4. Motiv hochklappen und scharf umknicken
  5. Trägerfolie langsam ablösen (Aufkleber bleibt an Transferfolie haften)
  6. Transferfolie mit Aufkleber herunterklappen und im 45°-Winkel straff halten
  7. Transferfolie mit Aufkleber von oben herab mit der Rakel fest andrücken (in der Mitte beginnen)
  8. Transferfolie an einer Ecke ablösen und im 180°-Winkel vollständig abziehen

Und schon ist euer mobiler Hingucker fertig!

Ihr müsst den Abi-Aufkleber nicht unbedingt am oberen Rand mit Klebeband fixieren, sondern könnt die gewünschte Position auch lediglich mit Markierungen versehen.

Löst dann die Transferfolie mit dem Aufkleber zunächst nur zur Hälfte ab und schneidet diese Hälfte des Trägerpapiers ab. Reibt den Aufkleber jetzt von der Mitte nach außen an. Danach löst ihr die Transferfolie von der zweiten Seite ab ab und reibt sie wieder an – Fertig!

Nassverklebung in der Kurzversion:

  1. Untergrund reinigen
  2. Transferfolie mit der Rakel kräftig andrücken
  3. Trägerfolie langsam ablösen (Aufkleber bleibt an Transferfolie haften)
  4. Untergrund und offene Haftklebestoffseite des Aufklebers mit Spüli-Wasser besprühen
  5. Transferfolie mit Aufkleber auf Untergrund positionieren, durch Schieben ausrichten
  6. Abi-Aufkleber mit der Rakel andrücken und Wasser restlos herausstreichen
  7. Aufkleber vollständig trocknen lassen
  8. Transferfolie an einer Ecke ablösen und im 180°-Winkel vollständig abziehen

Damit beim Ankleben am Auto nichts schiefgeht, folgt hier die Langversion:

1. Beklebende Fläche gründlich reinigen:

Achtet auf einen sauberen Untergrund! Die Fahrzeugoberfläche muss absolut frei von Staub, Fett, Silikon und anderen Verschmutzungen sein. Auch dürfen sich auf der beklebenden Fläche keine Reste von Wachs, Nanobeschichtung oder Politur befinden.

Wir empfehlen, Scheiben und Lackbleche vorher mit lauwarmem Wasser + Reinigungsmittel mit einem Schwamm oder weichen Lappen gründlich zu reinigen. Für Fenstern solltet ihr einen alkoholhaltigen Reiniger verwenden.

Bei einer Wachsbeschichtung ist diese zunächst mit einem Silikonentferner zu entfernen. Anschließend sollten mit einem Aktivreiniger (evtl.auch mit Lackreiniger und Entfetter) alle vorher eingesetzten Reinigerreste gründlich entfernt werden.

Kontrolliert nach der Reinigung, ob die zu beklebende Oberfläche wirklich sauber ist. Ansonsten kann es passieren, dass sich der Aufkleber später ablöst oder hässliche Blasen entstehen.

Wenn ihr den Abi-Aufkleber an der Heckscheibe oder anderen Autofenstern anbringen wollt, solltet ihr die Scheibe vorher mit Alkohol und einem Lappen reinigen. Nach der Reinigung dürfen von Weitem keine Streifen sichtbar sein.

2. Lack trocknen und polieren

Nach der Reinigung muss der Autolack gut trocknen. Aufgrund der glatten Oberfläche ist der Lack sehr temperaturempfindlich. Zum Trocknen verwendet ihr am besten ein Fensterleder oder ein fusselfreies Tuch.

Für ein opimales Ergebnis kann der Lack anschließend poliert werden. Bei leichten Kratzern, Farbunebenheiten und hartnäckigen Wasserflecken hilft ein elektronisches Poliergerät. Einfach den Wagen mit einer milden Polierflüssigkeit vorsichtig mit regelmäßigen kreisförmigen Bewegungen in immer nur kleinen Bereichen polieren.

Solltet ihr kein elektronisches Poliergerät zur Hand haben, könnt ihr den Wagen natürlich auch manuell per Hand polieren. Hierfür tragt ihr das Wachs auf einen weichen Schwamm auf und poliert den Lack in kleinen kreisförmigen Bewegungen. Fenster, Plastikteile und Gummidichtungen dabei bitte aussparen.

Anschließend lasst ihr das Wachs für ein bis zwei Minuten trocknen, bis sich eine Trübung auf dem Lack abzeichnet. Nutzt einen fusselfreien Lappen, um die Fläche zu polieren.

3. Abi-Aufkleber zuschneiden

Falls noch nicht geschehen, sollten die Konturen des Abi-Aufklebers vor der Verklebung grob nachgeschnitten werden. Das Entfernen von überflüssigem Trägerpapier vereinfacht das Messen und die spätere Anbringung und sorgt für das qualitativ beste Ergebnis.

Sollte der Abi-Aufkleber aus mehreren großen Teilen oder Schriftzügen bestehen, empfehlen wir euch, diese zu zerschneiden und einzeln aufzukleben. Dadurch ist der Aufkleber beim Verkleben leichter zu handhaben und ihr könnt die spätere Position am Auto besser ausrichten.

Einzelne Wörter sollten aber nicht in einzelne Buchstaben zerlegt werden, da das gerade Aufbringen damit erschwert wird.

4. Positionieren, Ausrichten, Markieren und ggf. Fixieren

Noch klebt nichts! Das ist auch gut so. Plant vorher genau, wo ihr den Abi-Aufkleber anbringen möchtet.

Haltet den Aufkleber nach der Reinigung des Autos und dem Zuschneiden an die gewünschte Position. Je nach Größe kann es sich bei der Ausrichtung lohnen, dabei Markierungen mit einem Stück Klebestreifen oder Kreppband anzubringen (z.B. an den Ecke der Trägerfolie). Verwendet zum Markieren ein Abklebeband, das wieder schadensfrei entfernbar ist.

Die Klebemarkierungen erleichtern später die Anbringung. Bei Abi-Aufklebern für die Heckscheibe nutzt ihr einfach die Heizdrähte der Scheibenheizung als Makierung!

Bei Nasserverklebung:

Das korrekte Messen und Markieren ist bei der Nassverklebung nicht extrem wichtig, da der Aufkleber nach dem Aufbringen an der Oberfläche noch verschoben werden kann. Anders sieht es bei der Trockenverklebung aus.

Bei Trockenverklebung:

Bei der Trockenverklebung kann der Aufkleber – wenn er erstmal klebt – nicht mehr so einfach verschoben und korrigiert werden. Legt daher besonders viel Wert auf das Ausmessen und Markieren der richtigen Position.

Legt den Abi-Aufkleber hierfür auf die Klebeoberfläche und messt mit einem Lineal, Maßband oder Zollstock die gewünschten Randabstände ab. Überprüft mit etwas Abstand auch, ob das Motiv bzw. der Schriftzug wirklich gerade sind.

Bei der Anbringung an der Heckscheibe eures Autos sollten z.B. die Abstände nach rechts und links, bzw. oben und unten gleich groß sein. Nutzt die Heizdrähten der Scheibenheizung als kleine Orientierungshilfe!

Ist die richtige Position gefunden, fixiert den Aufkleber am oberen Rand mit einem Stück Kreppband (am besten oben und unten in der Mitte des Motivs). Messt zur Sicherheit noch einmal nach, ob die Abstände stimmen. Noch könnt ihr die Position korrigieren!

5. Aufkleber mit der Rakel andrücken

Durch längeres Liegen oder den Transport können sich Transferfolie und Trägerfolie etwas gelockert haben. Drückt die Transferfolie daher mit einer Rakel nochmals gründlich an die Klebefolie an. Auf diese Weise verstärkt sich die Haftung zwischen dem Aufkleber und der Transferfolie, die für die Anbringung wichtig ist.

Wenn ihr diesen äußerst wichtigen Arbeitsschritt auslasst, kann es später zu Problemen beim Auftragen kommen. Das Anrakeln ist sowohl bei der Trocken-, als auch bei der Nassverklebung wichtig.

6. Trägerfolie entfernen

Die Entfernung der Trägerfolie ist vor allem bei der Trockenverklebung ein wichtiger Schritt, da nach Verkleben nichts mehr korrigiert werden kann. Doch auch bei der Nassverklebung solltet ihr Sorgfalt walten lassen.

Bei Nassverklebung:

Dreht den Abi-Aufkleber nun um (auf die Transferfolie). Sie Sichtseite liegt unten auf einer Unterlage. Rollt die rückseitige Trägerfolie bzw. das Trägerpapier vorsichtig ab. Achtet dabei auf einen flachen Winkel.

Die eigentliche Aufkleberfolie bleibt auf der Transferfolie haften. Es kann vorkommen, dass Teile des Abi-Aufklebers nicht sofort auf dem Transferpapier kleben bleiben. In diesem Fall legt ihr die Trägerfolie wieder ein kleines Stück auf den Aufkleber zurück und streicht mit der Rakel (mit etwas festerem Druck) noch einmal über die Folie. Dadurch erhält der Aufkleber mehr Haftung auf der Übertragungsfolie. Zur Not könnt ihr die Elemente des Motivs, die nicht kleben bleiben wollen, vorsichtig mit dem Cuttermesser an den Kanten lösen.

Nehmt euch für die Entfernung des Trägerpapier ausreichend Zeit und geht extrem sorgfältig vor. Es wäre schade, wenn Teile des Abi-Aufklebers auf dem Trägerpapier haften bleiben und eventuell sogar einreißen.

Bei Trockenverklebung:

Bei Trockenverklebung könnt ihr das Trägerpapier entweder sofort vollständig oder erst zur Hälfte abziehen. Dies hängt von der Größe des Aufklebers ab.

Habt ihr den Aufkleber nur am oberen Rand mit Klebeband fixiert, klappt ihr ihn nach oben hoch und knickt ihn dann scharf um (Scharniereffekt). Zieht nun die ganze Trägerfolie langsam ab und achtet darauf, dass der Aufkleber vollständig auf der Transferfolie haften bleibt. Ggf. müsst ihr das Motiv wieder herunterklappen und die Transferfolie nochmals anrakeln.

Habt ihr den Aufkleber oben und unten jeweils mittig fixiert, könnt ihr das Trägerpapier auch in zwei Schritten ablösen. Hebt zunächst eine Seite des Aufklebers etwas an und zieht das Trägerpapier zur Hälfte vorsichtig nach unten hin ab. Schneidet es mit der Schere oder einem Messer ab, damit es nicht weiter stört.

Reibt den Aufkleber jetzt samt Transferfolie von der Mitte nach Außen an. Nun klebt die erste Hälfte eures Abi-Aufklebers fest auf dem Untergrund. Da der Aufkleber durch seine eigene Klebkraft fixiert ist, könnt ihr jetzt das Kreppband entfernen.

Klappt nun die andere Seite des Motivs um und entfernt die restliche Trägerfolie. Anschließend könnt ihr die zweite Seite des Aufklebers wieder von innen nach außen vorsichtig feststreichen.

7. Anfeuchten (Bei großen und mehrteiligen Abi-Aufklebern empfehlenswert)

Bei der Nassverklebung kommt jetzt die Sprühflasche mitsamt Wasser und etwas Spülmittel zum Einsatz. Verwendet z.B. eine Pflanzenbefeuchter-Flasche, die ihr vorher gründlich auswascht.

Befeuchtet damit die zu beklebende Fläche des Autos, sowie die offene Haftklebestoffseite des Aufklebers mit ausreichend „Spüli-Wasser„. Seid mit dem Wasser nicht zu geizig. Die Flächen sollen gut angefeuchtet sein. Verwendet aber keine Spülmittelkonzentrate!

Bei Nassverklebungen verlängert sich generell die Reaktionszeit des Klebers. Es dauert also länger, bis die Folie fest verklebt ist. Die Klebkraft wird durch das Wasser jedoch nicht vollständig außer Kraft gesetzt, was man zunächst befürchten könnte. Bis die Klebewirkung einsetzt, müsst ihr das Auto etwas stehen lassen und euch gedulden.

8. Abi-Aufkleber am Auto Fahrzeug anlegen

Legt jetzt den Abi-Aufkleber vorsichtig am Fahrzeug an, ohne mit Druck dagegen zu pressen. Haltet hierfür die zuvor markierte Ecke der Transferfolie an die Kante eurer Markierung und drückt die Folie von dieser Seite aus gleichmäßig an. Arbeitet euch langsam vor, damit es zu keinem Faltenwurf kommt.

Mit einem Föhn kann der Aufkleber auch auf unebenen Flächen und um Kanten sauber und ordentlich angebracht werden. Durch die Föhnwärme ist der Aufkleber flexibler und kann besser an Kanten und Unebenheiten angepasst werden.

Bei Nassverklebung:

Habt ihr den Aufkleber vorher angefeuchtet, klebt er durch das Wasser nicht sofort fest. Ihr könnt ihn noch eine Weile durch Schieben in die gewünschte Position bringen, verschieben und ausrichten. Auch Abziehen und neu ausrichten wäre jetzt noch möglich. Überprüft von einiger Entfernung, ob der Aufkleber an der richtigen Stelle sitzt. Sobald der Aufkleber am Lack klebt, ist eine Neuausrichtung nicht mehr so einfach.

Bei Trockenverklebung:

Bei kleineren Aufklebern, die zuvor nicht angefeuchtet werden, solltet ihr besonders sorgfältig vorgehen.

Beim Anbringen in einem Stück klappt ihr die zuvor fixierte Transferfolie mitsamt Aufkleber herunter und haltet sie im 45°-Winkel straff zum Untergrund. Drückt die Transferfolie mit Aufkleber dann nach und nach mit überlappenden Rakelstrichen von oben herab fest an (in der Mitte beginnend).

Bei der Anbringung in zwei Schritten schneidet ihr das Trägerpapier zunächst nur von einer Seite ab und reibt es von der Mitte nach außen mit der Rakel an. Danach löst ihr das Trägerpapier von der anderen Seite ab und reibt es ebenfalls wieder an.

10. Abi-Aufkleber festrakeln

Wenn ihr mit der Position eures Abi-Aufklebers auf dem Auto zufrieden seid und die Folie vollständig angeklebt, beginnt das Festrakeln. Streicht den Aufklebers hierfür mit einem Rakel fest. Alternativ könnt ihr auch einen kleinen Gummiabzieher, Scheibenwischer oder andere Instrumente benutzen, die eine weiche oder gummierte Kante haben. Wichtig ist nur, dass das Werkzeug keine Schäden an den Oberflächen des Aufklebers und am Lack verursacht.

Bei Nassverklebung:

Beginnt bei angefeuchteten Aufklebern von der Mitte zu den Seiten hin das Wasser unter dem Aufkleber hervorzustreichen. Drückt hierfür die Transferfolie samt Aufkleber mit überlappenden Rakelstrichen an. Das Wasser zwischen Untergrund und Haftklebestoff muss restlos entweichen.

Sollten sich kleine Luftbläschen in der Transferfolie bilden, ist das kein Grund für Panik. Diese verschwinden i.d.R. innerhalb weniger Tage wieder.

Sollte es zu großen Luftblasen oder starken Wölbungen kommen, könnt ihr diese am Rand mit einem Messer oder einer Nadel austechen und die Luft von der anderen Seite herausschieben. Aber Vorsicht! Achtet darauf, dass ihr beim Aufstechen keine Schädigungen am Lack bzw. an der Scheibe hinterlasst! Ein Lappen um die Rakel gewickelt, kann Kratzer auf Folie und Lack verhindern.

Wartet nach dem Festrakeln noch die Trocknung des Wassers ab, bevor ihr die Transferfolie entfernt. In der Zeit kann sich die Klebekraft des Aufklebers entfalten und sorgt so für eine gute Haftung. Die Geschwindigkeit der Rückbildung hängt stark von den Umgebungsbedingungen, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ab. Auch die Größe des Aufklebers spielt eine Rolle. Die Wartezeit sollte jedoch nicht unter 60 Minuten betragen.

10. Transferfolie vom Autoaufkleber abziehen

Jetzt habt ihr es beinahe geschafft. Es fehlt noch die Entfernung der Transferfolie.

Wenn das Wasser getrocknet ist und der Kleber der Folie angezogen hat, könnt ihr die Transferfolie ablösen. Um das Entfernen zu erleichtern, könnt ihr die Transfernfolie erneut leicht mit Wasser befeuchten und etwas einziehen lassen.

Löst die Folie anschließend an einer Ecke und zieht sie in einem sehr flachen Winkel (180°) vorsichtig vom Auto ab. Die einzelnen Elemente eures Abi-Aufklebers bleiben idealerweise an der gewünschten Stelle kleben. Sollte sich doch ein Stück des Motivs mit ablösen, klappt ihr die Transferfolie wieder zurück und reibt mit der Rakel mit etwas höherem Druck nach.

Nach dem Entfernen der Transferfolie könnt ihr den Aufkleber ein weiteres Mal mit der Rakel andrücken und dabei ggf. mit einer kleinen Stecknadel noch kleine Wasser- oder Luftbläschen entfernen.

Wie entferne ich Blasen und Falten im Aufkleber?

Der Großteil der Bläschen lässt sich bereits mit der Rakel entfernen. Kleine Luftblasen bilden sich i.d.R. nach einigen Tagen von selbst zurück.

Bei hartnäckigen Blasen muss man nachhelfen. Piekst hierfür seitlich vorsichtig ein winziges Loch in die vorhandene Blase, aus welchem die angesammelte Luft oder Flüssigkeit entweichen kann und streicht den Abi-Aufkleber in Richtung des Einstiches glatt.

Bei Falten kommt der Föhn zum Einsatz. Erwärmt die Folienfalte leicht mit dem Föhn und drückt sie vorsichtig nach und nach mit der Rakel oder dem Finger heraus. Beginnt in der Mitte und arbeitet euch in kleinen Teilstücken bis zum Rand vor: Falte kurz erwärmen, herausdrücken, abkühlen lassen  – und wieder von vorne. Diese Schritte macht ihr so lange, bis die Falte verschwunden ist.

Kleine abschließende Arbeiten

Tupft abschließend alle Elemente des Abi-Aufkleber mit einem sauberen, weichen und saugfähigen Tuch noch einmal mit etwas Druck ab. Achtet darauf, dass alle Kanten gut festsitzen und auf dem Lack haften.

Bei großen Abi-Aufklebern: Schneidet lose Enden des Aufklebers, die über den  Rahmen herausragen, mit einem scharfen Cuttermesser ab. Auch nicht lackierte Zierleisten mit rauen Oberflächen gilt es auszuschneiden, da der Abi-Aufkleber dort nicht gut haftet.

Tipps & Tricks: Das solltet ihr beachten

Der Abi-Aufkleber erreicht bei Nassverklebung i.d.R. erst nach etwa 48 Stunden seine volle Klebekraft und Festigkeit. Auch bei Trockenverklebung solltet ihr mindestens 24 Stunden abwarten.

Bei niedrigerer Temperatur (z.B. im Winter) verlängert sich die optimale Reaktionszeit des Klebers entsprechend. Um den Trocknungs- und Klebevorgang zu beschleunigen, ist bei niedriger Außentemperatur eine Nachbehandlung mit dem Haarföhn empfehlenswert.

Spätestens nach drei Tagen hat die verklebte Folie ihre optimale Endhaftung erreicht. Vorher solltet ihr von Autowäsche bzw. Waschanlage und Hochdruckreiniger Abstand nehmen und auch sonst keinerlei Behandlungen an den beklebten Flächen vornehmen.

Auch der Scheibenwischer an der Heckscheibe könnte in der Trocknungsphase Schäden am Aufkleber hinterlassen.

Dr. Abi Tipp: Was dran ist, muss auch irgendwann ab! Hier erfahrt ihr, wie ihr den Abi-Aufkleber wieder richtig entfernt!